Anzocke mit Gutscheinen:

Rentnerin durchschaut Betrugsmasche

Alles richtig gemacht. Weil sie misstrauisch war, ist eine Malchowerin einer Telefon-Betrügerin nicht auf den Leim gegangen. Dabei hatte die Anruferin sogar den vermeintlichen Segen der Polizei.

Die Frau aus Berlin rief immer wieder an. Doch die Rentnerin ließ sich nicht einlullen.
Jan-Philipp Strobel Die Frau aus Berlin rief immer wieder an. Doch die Rentnerin ließ sich nicht einlullen.

Die Malchowerin hatte sich von der Anruferin nicht beirren lassen. Stattdessen meldete sie den Vorfall der Polizei in Röbel. Eine Frau aus Berlin habe der 75-Jährigen am Telefon weismachen wollen, dass sie 20 000 Euro gewonnen hätte. Dazu müsste sie jedoch Amazon-Gutscheine im Wert von 900 Euro kaufen. Die wären für die Übergabe der Gewinnsumme erforderlich.

In Supermärkten in Malchow sollte die Rentnerin die Gutscheine, Paysafecards mit einer PIN, kaufen. Später bekam sie noch einen Anruf von der „Kripo“ aus Neubrandenburg. Die erklärte der Rentnerin, dass alles noch einmal seitens der Polizei geprüft wurde und sie die Gutscheine ruhig kaufen könne. Anschließend rief die Frau aus Berlin mehrfach an und erkundigte sich, ob die Rentnerin die Gutscheine schon gekauft hätte. Diese legte auf und alarmierte statt dessen die Polizei.

Die echte Kripo warnt, dass die Gewinnüberbringer wahrscheinlich nicht in Malchow erschienen wären, sondern nur an den Gutscheinnummern interessiert wären. Hätte die Rentnerin die Gutscheine gekauft und die PIN am Telefon durchgegeben, wären die Anrufer wohl selbst damit einkaufen gegangen und das Geld weg. In den Bestimmungen zum Umgang mit diesen Paysafecards wird ausdrücklich hingewiesen, die PIN keinesfalls telefonisch oder per Mail an andere weiter zu gegeben. jr

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