Relative Ruhe vor dem Sturm:

Retter (noch) unbeeindruckt vom Orkan

Das wird heftig. Bis zu 115 Stundenkilometer schnell soll der Wind am Donnerstag an der Müritz wehen.

Die Meteorologen sagen einen heftigen Sturm für Norddeutschland voraus. Polizei, Feuerwehr und andere Einrichtungen in der Region sind darauf eingestellt.
Marcus Beck Fotolia Die Meteorologen sagen einen heftigen Sturm für Norddeutschland voraus. Polizei, Feuerwehr und andere Einrichtungen in der Region sind darauf eingestellt.

Fenster und Türen geschlossen halten. So lautet der Ratschlag der Landesregierung. Wettertief "Xaver" soll auch der Müritz-Region den nächsten Sturm bescheren. Bei der Feuerwehr gibt man sich allerdings noch recht entspannt. Bis zum Mittwochnachmittag hatte die Rettungsleitstelle noch keine gesonderte Warnung herausgegeben. „Solange ergreifen wir auch keine besonderen Maßnahmen“, sagt Warens Vize-Wehrführer Raimond Kamrath. Sollte sich die Lage allerdings noch ändern, dann haben die Retter natürlich einen Plan in der Tasche. „Wir sorgen dann dafür, dass immer mindestens ein Einsatztrupp schon auf dem Wehrgelände ist, damit wir im Notfall sehr schnell ausrücken können“, so Kamrath.

Auch bei der Straßenmeisterei sieht man dem Sturmtief mit vorsichtiger Gelassenheit entgegen. „Wir planen keine besonderen Maßnahmen für die nächsten Tage“, so Tom Arenhövel vom zuständigen Straßenbauamt in Neustrelitz. Das hat allerdings damit zu tun, dass die Mitarbeiter ohnehin schon in erhöhter Bereitschaft seien. „Das gilt den ganzen Winter durch, schließlich müssen wir dann ohnehin mit Schnee rechnen.“ Entsprechende Früh- und Spätschichten seien eingeteilt, die Fahrzeuge alle frisch gewartet. „Im Notfall können wir sehr zügig ausrücken und die Straßen frei machen. Zur Not auch mit der Motorsäge“, so Arenhövel. Erst mal wolle man allerdings abwarten, was nun wirklich kommt.

Das Tief soll die Müritz-Region am Donnerstagnachmittag erreichen. Sämtliche Schulen bleiben geöffnet, auch wenn Einschränkungen im Busverkehr nicht ausgeschlossen seien, wie das Bildungsministerium mitteilt. Die Entscheidung, ob sich Kinder auf den Weg zum Unterricht machen, liege bei den Eltern. Wer wegen des Wetters daheim bleibt, gilt als entschuldigt.

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