Bürgermeisterwahl in Rechlin:

Ringguth will es noch mal wissen

Es ist nur eine Wahl auf Zeit, auf kurze Zeit. Denn eigentlich wäre noch keine Stimmabgabe fällig. Nur weil Amtsvorgänger Olaf Bauer (CDU) die Amtsgeschäfte überraschend niederlegte, sind die Rechliner vorfristig zum Urnengang aufgerufen.

So kennt man ihn: Immer auf dem Sprung - Wolf-Dieter Ringguth (CDU) stellt sich am kommenden Sonntag in Rechlin der Bürgermeisterwahl.
Elke Enders So kennt man ihn: Immer auf dem Sprung - Wolf-Dieter Ringguth (CDU) stellt sich am kommenden Sonntag in Rechlin der Bürgermeisterwahl.

Wolf-Dieter Ringguth (CDU) bewegt sich auf gewohntem Terrain, wenn er sich am kommenden Sonntag für Rechlin als Bürgermeister zur Wahl stellt. Schließlich ist er ein „alter Hase“ auf dem Gebiet, hat er doch schon einige Male die Geschicke der Gemeinde gelenkt und zuletzt auch als stellvertretender Bürgermeister sich maßgeblich eingebracht.

Dennoch, auch für ihn als Einzelanwärter könnte es eng werden, wenn nicht ausreichend Bürger den Weg zur Wahlurne antreten und ihm das Vertrauen aussprechen. Laut Landeswahlgesetz müssen mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten – in Rechlin liegt die Zahl bei etwa 1800 – ihre gültige Stimme abgeben, wobei mehr Ja- als Nein-Stimmen vorliegen müssen, um den Kandidaten ins Amt zu heben. In der Gemeinde weht ein rauer Wind, der mitunter in Gegenwind umschlägt, wie sich beim Engagement um die „Neue Mitte“ und die Umwidmung der Straße am Stadion zur Durchgangsstraße jüngst zeigte.

Auch der anstehende Kreiselbau, der in Ringguth einen starken Verfechter fand, sowie der Garagenabriss sorgen für Zündstoff. So ist Ringguth bemüht, seit dem überraschenden Abtreten seines Vorgängers, Olaf Bauer (CDU), „mehr Transparenz in die Gemeindearbeit“ zu bringen, wie er im Nordkurier-Gespräch erklärte. Froh zeigte sich das amtierende Gemeindeoberhaupt, dass die jüngste Einwohnerversammlung so gut besucht war. Dass Arbeitsgruppen gebildet wurden, in denen die Gemeindevertreter über gewichtige Vorhaben wie „Neue Mitte“, Konversion (Abzug der Bundeswehr), Gestaltung Gutshaus Boek etc. den Anwesenden Rede und Antwort standen, sei gut angenommen worden.

Doch wohin führt der Kurs der Gemeinde? Ringguth verweist auf den „dramatischen Gewerbesteuereinbruch“, der angeschobene Investitionen gefährde. Geförderte Vorhaben müssten durch Eigenmittel kofinanziert werden. „Das ist eine extrem schwierige Situation“, meinte Ringguth. Aber: „Ich hätte es als Verrat empfunden, wenn ich nicht gesagt hätte, ich mache das“, gibt sich der Landtagsabgeordnete kämpferisch.

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