Thermen-Eröffnung:

Röbel geht baden - der Spaß wird aber teurer

28 Grad Wassertemperatur und kuschelige 30 Grad warme Luft: Die größte Badewanne der Region ist saniert und aufgeheizt. Der Badespaß kann weitergehen – wenn auch mit anderen Preisen

Das Warten hat sich für Florian, Maxi, Luca und Eduard (von links) gelohnt. Die Röbeler Jungs warteten schon vor der offiziellen Eröffnung am Sonnabend ab 10 Uhr, dass sie endlich in die Therme konnten. "Es ist super hier", meinte Luca.
Petra Konermann Das Warten hat sich für Florian, Maxi, Luca und Eduard (von links) gelohnt. Die Röbeler Jungs warteten schon vor der offiziellen Eröffnung am Sonnabend ab 10 Uhr, dass sie endlich in die Therme konnten. "Es ist super hier", meinte Luca.

Grauer Himmel, leichter Nieselregen, Temperaturen um die zwei Grad  – wunderbares Therme-Wetter am Tag die Wiedereröffnung. Eineinhalb Jahre war das Sport- und Freizeitbad geschlossen. Dann, genau am 17. Therme-Geburtstag, öffnete das Bad am Sonnabend wieder seine Pforten. Florian, Maxi, Luca und Eduard aus Röbel hatten darauf sehnsüchtig gewartet. Und die Jungs nahmen dafür auch in Kauf, dass erst noch einige offizielle Reden geschwungen wurden, bis sie endlich die „neue“ Therme testen konnten – als eine der ersten. „Super“, sagte Luca, dem besonders die blauen Unterwasser-LEDs gefielen, die dem Röbeler Thermenwasser nun einen besonderen Schimmer verleihen.

Unterstützung von Land und Kreis

Dabei ist das Licht nur ein winziges Detail neben dem vielen, was sich in dem Bad während der langen Bauphase verändert hat. Das Wichtigste: Die Becken sind nun hoffentlich dicht. Denn die wurden vor über 17 Jahren nicht fachgerecht gebaut. Das war der Grund dafür, dass die Therme saniert werden musste. Der deutsche Bäder-Pabst, Fachmann Christoph Saunus, zur Wiedereröffnung extra angereist, konstatierte: „Das Buch ‚Pfusch am Bau‘ muss für die Röbeler Therme neu geschrieben werden.“ Unter dieses Kapitel haben die Röbeler nun einen dicken Schlussstrich gezogen – und zwar mit einem guten Ausgang. Wie Röbels Bürgermeister Heiner Müller (SPD) noch einmal betonte, gab es zur rund drei Millionen Euro teuren Sanierung keine Alternative: „Die Therme schließen, das ging doch nicht.“ Schließlich sei die Einrichtung  Röbels wichtiger Beitrag zur touristischen Infrastruktur weit über die Stadtgrenzen hinaus und außerdem „die größte Badewanne der Region“. Dass dies bei der Landesregierung und auch im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte so gesehen wird, darüber sind die Röbeler erleichtert – denn nur mit ihrer Unterstützung konnte die Finanzierung der Therme-Sanierung gesichert werden. Und: Der Kreistag hat beschlossen, bis zum Jahr 2021 bis zu 125 000 Euro der jährlichen Betriebskosten zu übernehmen – und die Stadt Röbel mit ihrer Therme nicht alleine zu lassen.

Energiekosten lassen Eintrittspreise steigen

Die Gäste der Therme müssen nun übrigens etwas tiefer in die Tasche greifen: Die Eintrittspreise wurden vom Betreiber Fun GmbH erhöht. Für ein Zwei-Stunden-Ticket müssen statt acht Euro nun neun Euro bezahlt werden. Eine Stunde Badespaß kostet jetzt nicht mehr 5,50 Euro, sondern neu 6 Euro. „Wir haben die Preise zuletzt 2009 angehoben, und auch jetzt fällt die Erhöhung moderat aus“, meinte Therme-Chef Marco Lüders. Der Grund für die Preiserhöhungen sind gestiegene Energiekosten und der Mindestlohn, der ab 2015 auch für die Therme-Mitarbeiter gilt.

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