Rentenalter erreicht:

Röbels Bürgermeister gibt seinen Rücktritt bekannt

Heiner Müller nimmt seinen Hut und verlässt das Rathaus. Allerdings mit einer Träne im Knopfloch, denn für ihn gibt es nichts Besseres als Bürgermeister zu sein in Röbel.

Röbels Bürgermeister Heiner Müller legt sein Amt nieder.
Petra Konermann Röbels Bürgermeister Heiner Müller legt sein Amt nieder.

Das ist ein Paukenschlag: Bürgermeister Heiner Müller (SPD) will sein Amt niederlegen und nicht mehr Oberhaupt seiner Röbeler sein. Das verkündete Müller auf der Sitzung der Stadtvertreter am Dienstagabend. Nicht Querelen oder gar Streitigkeiten - weder im Rathaus noch in der Stadtvertretung - hätten ihn zu dieser Entscheidung getrieben. Nein, Heiner Müller legt sein Amt nieder, weil er 2016 schlicht und einfach sein Rentenalter mit 65 Jahren erreicht haben wird. Er möchte dann, so Müller, auch wirklich in den Ruhestand treten. "Dieser Schritt fällt mir keinesfalls leicht. Ich kann mir keine schönere Aufgabe auf diesem Globus vorstellen, als Bürgermeister unserer schönen Stadt zu sein", so Müller in der Stadtvertretung. Dennoch: Die Arbeit eines Bürgermeister sei "ziemlich vereinnahmend und zeitintensiv". Seine Familie und Freunde hätten dies stets akzeptiert und seien doch so manches Mal zu kurzgekommen. "Das will ich versuchen zu kompensieren", nannte Müller den Grund für sein Ausscheiden.

Lokalpolitiker seit der Wende

Der Röbeler legt damit genau zur Halbzeit seiner zweiten Legislaturperiode die Amtsgeschäfte nieder: Noch bis 2020 hätte Müller Bürgermeister in Röbel sein können. im Jahr 2013 ist er nach seiner Wiederwahl als Bürgermeister erneut ins Röbeler Rathaus eingezogen, nachdem er bereits 2005 die Wahl für sich entschieden hatte. Kommunalpolitiker ist Müller seit der Wende: Schon 1989 wirkte er am "Runden Tisch" in Röbel mit und gehörte seitdem mit einer kurzen Unterbrechung der Stadtvertretung an.

 

Kontakt zur Autorin

p.konermann@nordkurier.de

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung