Fußball-Oberliga:

Rote Karte überschattet Malchower Sieg

Der Malchower SV 90 fuhr am Sonntagnachmittag in der Fußball-Oberliga gegen den FC Pommern Greifswald einen Heimsieg ein. Nur Kevin Blumenthal konnte sich nicht recht freuen, weil er im Spiel vom Platz geflogen war.

Die umstrittene Szene, die zur Roten Karte für Kevin Blumenthal vom Malchower SV 90 führte: Blumenthal (liegend) hatte den Ball weggeschossen, und der zu spät kommende Pommern-Angreifer berührt noch den Fuß von Blumenthal, um sich dann fallen zu lassen.
Jens-Uwe Wegner Die umstrittene Szene, die zur Roten Karte für Kevin Blumenthal vom Malchower SV 90 führte: Blumenthal (liegend) hatte den Ball weggeschossen, und der zu spät kommende Pommern-Angreifer berührt noch den Fuß von Blumenthal, um sich dann fallen zu lassen.

Kevin Blumenthal konnte sich auch Minuten nach seinem Platzverweis nicht beruhigen und ging auf dem Nebengeläuf auf und ab. Verständlich, denn er hatte im Spiel gegen den FC Pommern Greifswald in der 78. Minute genau das erledigt, was er als erfahrener Abwehrspieler des Malchower SV 90 auch erledigen muss. Er hatte einem durchbrechenden Angreifer den Ball vor der Nase weg gespitzelt. Weil der Pommern-Spieler dann aber noch den Fuß von Blumenthal berührte und sich dann einige Meter weiter fallen ließ, wertete der Schiedsrichter diese Aktion als Notbremse.

Somit wird Kevin Blumenthal im letzten Spiel in Schönberg fehlen. Diese Rote Karte überschattete etwas den sonst völlig verdienten 2:1-Sieg des Malchower SV 90.  Greifswald war zwar in der 33. Minute durch Paul-Julius Müller in Führung gegangen, doch bereits vier Minuten später fiel der Ausgleich. Alexander Fogel hatte sich bis in den Strafraum durchgetankt und flankte auf Dimitrios Konstantinou, der zum 1:1 traf.  Argzim Redzovic stellte dann in der 67. Minute den 2:1-Endstand her. Kurz nach seinem Treffer kam es in einer völlig aufgeheizten Atmosphäre zu einer Rudelbildung beider Mannschaften inclusive der Trainergespanne, die der Referee lediglich mit je einer Gelben Karte für einen Spieler beider Teams ahndete.

Die Gereiztheit auf Seiten der Gäste war völlig fehl am Platz, schließlich ging es für Pommern Greifswald um nichts mehr, da die Mannschaft in der nächsten Saison ohnehin freiwillig in der Verbandsliga spielen wird. Umso mehr freute sich der Malchower Manager Marcel Bartsch über den Heimsieg, denn er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der MSV 90 nach einer sehr schweren Phase weiter erfolgreich in der Oberliga spielen wird. Er selbst wurde vor der Partie feierlich verabschiedet. Fußball-Obmann Bernd Sagunski würdigte noch einmal die Verdienste von Marcel Bartsch, der sich sechs Jahre lang mit vollem Einsatz für die Belange des Oberligateams eingesetzt hat. Er hatte den damals unpopulären und viel kritisierten Trainerwechsel von Sven Lange zu Christopher Stoll eingeleitet - ein Glücksgriff, wie man heute im Rückblick weiß. Marcel Bartsch wird sich nun auf seine Festzelt-Verleihfirma konzentrieren, mit der er sich selbständig gemacht hat.

Feierlich verabschiedet wurden vor der Partie auch die Malchower Spieler Patrick Häntschke, Philipp Sibrins, Muadi Ngonge, Adrian Rakowski und Dimitros Konstantinou. Ob es noch weitere Abgänge geben wird, wird sich nach dem letzten Spiel am kommenden Sonntag beim FC Schönberg zeigen.

Übrigens befand sich der Rasen auf dem Waldsportplatz in bewährter Weise in einem Top-Zustand. Kein Wunder, denn fast auf den Tag genau seit 20 Jahren sorgt Platzwart Horst Witt für ein immergrünes Areal. 

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