Schluss mit der Gerüchte-Küche:

Im Müritz-Hotel Klink geht es weiter

Die Zukunft des Müritz-Hotels in Klink stand schon auf der Kippe. Ein Berliner Unternehmen hatte Grund und Boden gekauft und plante den Abriss des Gebäudes. Doch den großen Worten von Abriss und Neubau folgte bis jetzt – nichts.

Aufgeben will man beim Müritz-Hotel in Klink nicht. Schließlich liefen die Geschäfte gut. Die Abrisspläne für das Gebäude sind vorerst vom Tisch.
Carsten Schönebeck Aufgeben will man beim Müritz-Hotel in Klink nicht. Schließlich liefen die Geschäfte gut. Die Abrisspläne für das Gebäude sind vorerst vom Tisch.

Ende des Jahres, so hieß es zwischenzeitlich, sollen sich die Türen schließen. Ein paar Monate später die Bagger rollen. Das war der Plan, den Thorsten Eckert vergangenes Jahr für das Müritz-Hotel vorgestellt hatte. Eckert und mit ihm die Unternehmensgruppe AVILA rudern inzwischen deutlich zurück. Man sei im Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass die Größenordnung des ursprünglichen Projektes „nicht mehr angemessen“ sei, so Eckert auf Nachfrage des Nordkurier.

Für die Mitarbeiter des Hotels in Klink ist das erst mal eine gute Nachricht. Denn das Haus muss nicht schließen. Im Gegenteil: Für die Saison 2014 wird schon kräftig geworben. „Der Pachtvertrag endet nicht“, stellt Geschäftsführer Hans Karl Herr klar. Die Mitarbeiter seien vor Kurzem darüber informiert worden, dass für 2014 der Betrieb gesichert ist, der Betriebsrat wisse schon seit Monaten Bescheid. In der Urlaubersaison arbeiten mehr als 130 Menschen in dem Betrieb. „Diese Gerüchte, die immer wieder auftauchen, sind für uns natürlich mehr als ärgerlich“, so Herr. Über das kommende Jahr hinaus könne er allerdings keine Aussage treffen. Man sei um eine „strukturierte Kommunikation mit AVILA bemüht“, so Herr. Die Unternehmensgruppe hatte das Grundstück aus der Insolvenzmasse des vorherigen Eigentümers gekauft und kündigt seither an, das Hotel abreißen zu wollen. Das habe sich aus verschiedenen Gründen verzögert, heißt es aus der Unternehmenszentrale. Deshalb habe man eine neue Analyse für den Standort in Auftrag gegeben. Und die kam nun zum Ergebnis, dass der geplante Bau zu groß sei.

Grund für dieses Ergebnis sei auch „die Veränderung aktueller wirtschaftlicher Paramenter“, so Thorsten Eckert. Das könnte auch eine Anspielung auf die finanziellen Engpässe sein, in denen AVILA zumindest zwischenzeitlich gesteckt hat.

Beim Müritz-Hotel ist von einem Rückzug aber nicht die Rede. Der beauftragte Planer sei seit einigen Monaten am Werk. Anfang 2014 wolle man die Gespräche mit den zuständigen Behörden aufnehmen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung