Wurstfabrik-Schließung:

Schnelle Lösung für Nölke-Mitarbeiter noch im März

Nach dem Aus für den Warener Nölke-Standort wollen jetzt nicht nur die Mitarbeiter wissen, wie es weiter geht.

Die Nölke-Wurstfabrik schließt bald. Ende Januar wurde das Aus verkündet.
Winfried Wagner Die Nölke-Wurstfabrik schließt bald. Ende Januar wurde das Aus verkündet.

Eine Transfergesellschaft ist für die Nölke-Mitarbeiter am Warener Standort erst einmal in die Ferne gerückt. Vertreter der neuen Geschäftsführung – im Dezember übernahm die Zur Mühlen Gruppe das Nölke-Unternehmen und verkündete Ende Januar das Aus des hiesigen Betriebes – hatten am Mittwoch bei den Angestellten in der Wurstfabrik ausgelotet, was sie wollen, was ihre „Wünsche“ sind. „Es gibt diejenigen, die – wie immer – zur Arbeit gehen, obwohl sie wissen, dass die Fabrik bald schließt“, sagte Nölke-Unternehmenssprecher Jan Dermietzel.

Ein weiterer Mitarbeiterkreis, vor allem die jüngeren Leute, sehen das Fabrik-Aus anscheinend ganz nüchtern. „Ihnen wäre es lieber, wenn sie ihre Freiheit hätten, wenn sie lieber heute als morgen gehen könnten“, erläutert Dermietzel. Darüber hinaus gebe es eine kleinere Gruppe, die 20 Jahre und mehr in der Firma arbeiten. „Für sie ist es schwieriger, und sie erhoffen sich mehr als etwa ein Monatsgehalt als Abfindung“, sagt Dermietzel. Eines sei bei den Gesprächen deutlich geworden: „Die Leute brauchen einen ‚Fahrplan‘ und zwar möglichst schnell, um sich um ihre Zukunft kümmern zu können“. Deswegen sei es das Ziel der Zur Mühlen Gruppe, ein Paket zu schnüren, mit dem man den „Wünschen“ der Mitarbeiter gerecht werden möchte. „Die Angebote an die Mitarbeiter werden im Laufe des Märzes kommen“, sagt Dermietzel.

Allerdings hätte niemand – bis auf eine Ausnahme – nach einer Transfergesellschaft gefragt. „Die Leute denken eher individuell, für sie stehen andere Lösungen im Mittelpunkt“, sagte Dermietzel. Es bestehe nach wie vor die Option einer Transfergesellschaft, man sei weiter mit den zuständigen Personen im Gespräch, so Dermietzel.

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