Panne bei Entwässerung:

Schöpfwerk zerhackt Fische

Umweltfrevel im Naturschutzgebiet. In einem Kanalarm in Wustrow entdeckte ein Angler zahlreiche verendete Fische. Der Penzliner macht seinem Ärger Luft.

Unzählige tote Barsche und andere Fische entdeckte der Angler.
Symbolfoto Jörg Fötzke Unzählige tote Barsche und andere Fische entdeckte der Angler.

Unzählige tote Plötze und Barsche im Wassergraben – das ist nicht nur für einen Angler eine grausame Entdeckung. Uwe Engel rief am Montag ganz aufgeregt in der Redaktion der Müritz-Zeitung an und schilderte sein Erlebnis. Der Penzliner ist ortskundig in Wustrow, da er dort einen Bungalow besitzt und zu den leidenschaftlichen Anglern gehört. „Ich denke, dass am Kanal das Schöpfwerk betätigt wurde. Infolge rauschten mit dem Wasser auch viele Fische durch die Anlage, denen dabei Kopf und Schwanz abgeschlagen wurden“, teilte er erbost mit.

Eine Geschichte, die sich seiner Meinung nach jedes Frühjahr wiederhole. Bisherige Hinweise seinerseits seien bei Behörden und Umweltschützern nicht gehört worden. „So eine Umweltsauerei!“, schimpfte der Lehrer.

Eine Nachfrage beim Landkreis bringt Bewegung in diese Angelegenheit. Kreissprecherin Haidrun Pergande bestätigte, dass am Wochenende das Schöpfwerk in Wustrow in Gang gesetzt wurde. „Der Landwirt, der das im Naturschutzgebiet ,Nonnenhof‘ liegende Grünland bewirtschaftet, hat versucht, den Wasserstand auf der Fläche zu senken, um notwendige und zulässige Bodenbearbeitungsmaßnahmen durchzuführen“, teilte sie der Redaktion mit. Dabei habe er festgestellt, dass Fische von der Schöpfwerkspumpe trotz vorgelagertem Rechen angesaugt und getötet worden seien. Daraufhin habe der Landwirt die Anlage ausgeschaltet und den Vorfall am Montag Vormittag der unteren Naturschutzbehörde gemeldet. „Die Arbeiten sind vorerst eingestellt. Mit dem für das Schöpfwerk zuständigen Wasser- und Bodenverband wurde ein Vor-Ort-Termin vereinbart.“

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