Andrang zum Mittag in der Fleesenseeschule Malchow:

Schüler-Auflauf: Essen im Akkord

Die Malchower Fleesenseeschule hat ein "Luxus"-Problem: Weil immer mehr Kinder und Jugendliche dort lernen und immer mehr dort auch zu Mittag essen, wird gerade über umfangreiche Umbaumaßnahmen nachgedacht. Denn so langsam wird's eng.

Hanna (links), Tim (2. von links), Jasmin (2. von rechts) und Sophie (rechts) schmeckt ihr Essen, nur manchmal hätten es die Schüler gerne etwas entspannter.
Petra Konermann Hanna (links), Tim (2. von links), Jasmin (2. von rechts) und Sophie (rechts) schmeckt ihr Essen, nur manchmal hätten es die Schüler gerne etwas entspannter.

Lecker – was Hanna, Tim, Jasmin und Sophie auf ihren Tellern haben, schmeckt ihnen. Schließlich haben sie ihr eigenes Essen vorbestellt – online beim Essenanbieter UWM aus Demen (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Als der an der Fleesenseeschule einst startete, wurden 70 Portionen ausgereicht. Heute, so sagt es UWM-Mitarbeiterin Karin Runge am Ausgabeschalter, sind es auch schon mal 250. Das Essen schmeckt, nur oft ist es „zu eng und zu laut“, meint Sophie. Denn damit alle Hungrigen in der Mittagspause zum Zuge kommen, muss im Zwei-Schicht-System gegessen werden. Immer mehr Schüler lernen an der Fleesenseeschule – ihr Einzugsbereich erstreckt sich nicht mehr nur auf die Stadt und die umliegenden Dörfer. Aus Plau fahren Schüler  seit Jahren zum Unterricht nach Malchow, selbst Schüler aus Rechlin scheuen nicht den weiten Weg. Die Kooperative Gesamtschule mit gymnasialem Zweig, die auch Ganztagsschule ist, wird nach Schätzungen der Schulleitung die 600-Schüler-Marke 2014/2015 überschreiten. „Die Zahlen gehen nach oben, und wir müssen handeln“, betont auch Malchows Bürgermeister Joachim Stein (Grüne). Die Stadt ist Trägerin der Fleesenseeschule.

Nicht unbedingt der Platz zum Lernen ist knapp, viel mehr stößt die Mittagsversorgung an ihre Grenzen.  Knapp der Hälfte aller Fleesenseeschüler nehmen an der Mittagsversorgung teil – Tendenz steigend. Schulleitung und Schulträger sind sich deshalb einig, dass hier eine Verbesserung nötig ist. Ein Architekten-Entwurf für den geplanten Umbau liegt vor, die Beratungen zu dem Umbau-Projekt laufen.

Doch die Schüler müssen sich gedulden, bis die Verbesserungen eintreten: Nicht vor 2015, erklärt Stein, werden die Umbauarbeiten beginnen können. Zunächst müsse die Planungsphase abgeschlossen sein, und auch Städtebaufördermittel sollen für dieses Projekt eingeworben werden. „Ich schätze, das ganze Vorhaben kostet rund eine halbe Million Euro. Wir müssen investieren, es geht auch um die Festigung unseres Schulstandortes“, erklärt Stein.

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