Wie Sherlock Holmes:

Schüler in Waren überführt Geld-Dieb

Selbst ist der Schüler: Ein Jugendlicher hatte es satt, dass ihm Bargeld gestohlen wird, und dachte sich eine Strategie aus, den Täter selbst zu überführen.

Bei der Polizei in Waren landete schließlich ein interessanter Fall: Ein Schüler hat selbst ermittelt und einen Dieb festgestellt.
Georg Wagner Bei der Polizei in Waren landete schließlich ein interessanter Fall: Ein Schüler hat selbst ermittelt und einen Dieb festgestellt.

Warener Schüler sind offenbar besonders clever. Einer von ihnen hat sich als Kriminalist betätigt und dabei einen Dieb aus den eigenen Reihen überführt. Als nämlich dem Schüler im Umkleideraum des Wossildo-Gymnasiums Bargeld gestohlen wurde, konnte er dem Dieb die Tat nachweisen. Denn dem Bestohlenen wurde bereits Anfang des Monats Geld entwendet.

Er installierte daraufhin eine Videokamera zur Überwachung. Und siehe da: Als der Dieb am Freitag wieder Geld stahl, konnte der Schüler ihn am Ende der Sportstunde mit den Videoaufzeichnungen konfrontieren. Der räumte die Tat ein und gab außerdem zu, auch das Geld Anfang des Monats auf die gleiche Weise gestohlen zu haben. Der Diebstahl wurde im Warener Polizeihauptrevier angezeigt und wird jetzt weiter von der Kriminalpolizei bearbeitet.

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Kommentare (6)

Private Videoaufzeichnungen gelten als Beweismittel, wenn zum Zeitpunkt der Aufnahme damit noch kein bestimmter Zweck verfolgt wurde und das Video erst später der Beweissicherung dient. Die Videokamera wurde installiert, um den Dieb zu filmen. Zudem wurde die private Videokamera ohne Zustimmung des öffentlichen Schulträgers in dessen Gebäude installiert, um einen bestimmten privaten Zweck zu verfolgen. Das muss großen Ärger für den gymnasialen Videofilmer geben.

Ja leider sind Gesetze nur für Kriminelle gemacht um sie zu schützen. Respekt hat der Schüler verdient weil er sich nicht zum "Opfer" machen hat lassen. Hiervon könnten einige was lernen dann gebe es auch kein "Köln". Zitat Europäischer Gerichtshof Ausnahmen vom Datenschutz Es gibt aber auch Ausnahmen: Die Datenverarbeitung dürfe, "dann ohne die Einwilligung der betroffenen Person erfolgen, wenn sie zur Verwirklichung des berechtigten Interesses des für die Verarbeitung Verantwortlichen erforderlich ist". Um Erlaubnis gefragt werden muss laut Richterspruch auch nicht, wenn dies "unmöglich ist oder unverhältnismäßigen Aufwand erfordert". Und die EU-Mitgliedstaaten dürften eigene Regeln erlassen, wenn es um die Verhütung oder Aufklärung von Straftaten gehe.

Dass Gesetze in Deutschland für den Schutz von Kriminellen gemacht werden ist lächerlich und ohne Substanz. Kriminelle bleiben auch bei einer Straftat Menschen - und für diese sind Gesetze in Deutschland gültig. Im Zusammenhang von Diebstahl im Gymnasium in Waren/M. "Köln" zu erwähnen ist Polemikund völlig daneben. Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz private Videos drehen ohne Genehmigung des Arbeitgebers, dann arbeiten Sie in einem Unternehmen, dass nicht lange existieren wird. Im Fall Waren/M. werden die Rechte und der Schutz von Schülern missachtet. Wenn Gymnasiasten Wertgegenstände bei sich haben und diese nicht z.B. beim Sportunterricht bei sich tragen können, muss die Schule dafür Sorge tragen, dass Wertgegenstände der Schüler sicher aufbewahrt werden. Kein Gymnasiast muss oder sollte "Sherlock Holmes" spielen und für die Missachtung von Gesetzen belobigt werden.

Karsten Derbe, welche Möglichkeit hätte der bestohlene Bursche denn sonst gehabt? Er hat sein Geld wieder und den Täter überführt. Das hätten ihm alle Gesetze dieses Staates nicht ermöglicht. Unrecht wurde begangen und mittels aktueller Möglichkeiten bewiesen. Das ist mehr als Gerecht. Recht und Gerechtigkeit sind leidet nicht immer das Selbe.

Es sollte Karsten Doerre heißen. Autokorrektur sei Dank....

Selbst wenn es zu seiner Zeit Videokameras gegeben hätte hätte Sherlock Holmes sicher keine verwendet - wenn er denn überhaupt seine Zeit und Genialität für die Überführung eines ganz gewöhnlichen Diebes verschwendet hätte.