Bootsunglück an der Müritz:

Schüler starben an Kohlenmonoxid-Vergiftung

Drei Tage nach dem tödlichen Bootsunglück herrscht in Waren immer noch Trauer. Ermittler und Angehörige hoffen, dass es den Schwerverletzten bald besser geht. Die Todesursache ist jetzt aufgeklärt - der genaue Hergang gibt aber Rätsel auf.

Am Unglücksort im Warener Stadthafen erinnern Blumen und Kerzen an den Vorfall,  bei dem zwei Jugendliche ums Leben kamen.
Udo Roll Am Unglücksort im Warener Stadthafen erinnern Blumen und Kerzen an den Vorfall,  bei dem zwei Jugendliche ums Leben kamen.

Nach dem Bootsunglück mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten in Waren ist die genaue Todesursache des 19-jährigen Abiturienten und seines 17 Jahre alten Mitschülers laut Staatsanwaltschaft geklärt. "Sie sind an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben", teilte Sprecherin Beatrix Komning dazu mit.

Der genaue Ablauf des tragischen Vorfalls ist noch immer nicht vollständig geklärt. Die Ermittler hoffen dabei auf die beiden 17 und 18 Jahre alten Schüler, die bei dem Unglück schwer verletzt wurden. Sie sollen, wenn es ihre gesundheitliche Verfassung erlaube, zu den Umständen auf dem Kajütboot befragt werden. Von der Polizei hieß es, dass der Zustand der beiden Schwerverletzten weiterhin kritisch bewertet werde. Die Kliniken, in denen die beiden Jugendlichen behandelt werden, machten zum Gesundheitszustand der Patienten keine Angaben.

Nur knapp einer Explosion entkommen

Die vier Schüler des Warener Fachgymnasiums wollten auf dem Boot eines 19-Jährigen am Stadthafen in Waren am Freitag den letzten Schultag vor den Abiturprüfungen feiern. Der 19-Jährige und ein weiterer 17-Jähriger starben. Dabei entgingen Retter und Nachbarboote im Hafen anscheinend nur knapp einer Explosion durch austretendes Gas.

An der Schule und in Schwerin soll am Montagnachmittag über eine Verschiebung der anstehenden Abiturprüfungen beraten werden, teilte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber dem Nordkurier mit.

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