Alarmierende Entwicklung:

Schülerzahl sinkt um dramatische 60 Prozent

Der Schulentwicklungsplan für die nächsten fünf Jahre im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist geschrieben. Aktuell sehen die Zahlen noch relativ gut aus, doch die mittelfristigen Prognosen sind düster. Und für eine Schule ist das Aus schon jetzt besiegelt.

Stühle stehen auf Tischen in einem leeren Klassenzimmer - ein Bild, das im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in absehbarer Zeit zum Alltag gehört.  
Peter Endig Stühle stehen auf Tischen in einem leeren Klassenzimmer - ein Bild, das im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in absehbarer Zeit zum Alltag gehört.  

Vor Dirk Rautmann, Leiter des Schulverwaltungsamtes in der Kreisverwaltung, liegt ein dicker Ordner, der Schulentwicklungsplan für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bis zum Jahr 2020. Viel Statistik, viele Prognosen. Die gute Nachricht: Im vergangenen Schuljahr ist die Zahl der Schüler seit langer Zeit wieder angestiegen: 23 820, immerhin 794 Schüler mehr als im Jahr zuvor. Zu verdanken sei dies einem geburtenstarken Jahrgang. Die meisten davon kommen aus Neubrandenburg (6868), gefolgt von denen aus der Neustrelitzer Region (5848), den Müritzern (5592) und den Schülern aus der Demminer Ecke (5512). Das Ziel des Schulentwicklungsplans umreißt Rautmann so: „Wir wollen Schulen erhalten, statt Schulen zu schließen.“ Fast geglückt.

Denn als einzige Schule in dem Planungszeitraum muss die Förderschule Lernen in Röbel zum 31. Juli 2016 ihre Türen schließen. Hier sei, so Rautmann, beim besten Willen die Mindestschülerzahl nicht zu erreichen gewesen. Von der Schließung sind etwa 40 Schüler betroffen.

Die Macher des Schulentwicklungsplanes werfen aber auch einen Blick über den Planungszeitraum hinaus. Und da sieht es düster aus. Im Schuljahr 2022/2023, so die Prognose, sinkt die Zahl der Grundschüler, verglichen mit dem Jahr 2012, um 60 Prozent.

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