In Röbel fehlen Fachräume für den Unterricht:

Schulcampus bekommt ein "NaWi-Haus"

Eigentlich sind ja bald Ferien - die Arbeit für den Schulcampus Röbel geht aber auch während der Sommermonate weiter. Denn die Schule muss erweitert werden.

Als eigenständiges Gebäude auf einem Teil des jetzigen Schulhofes könnte das neue naturwissenschaftliche Schulgebäude entstehen.
Petra Konermann Als eigenständiges Gebäude auf einem Teil des jetzigen Schulhofes könnte das neue naturwissenschaftliche Schulgebäude entstehen.

Um insgesamt neun zusätzliche Räume könnte der Schulcampus Röbel wachsen. In einem Grundsatzbeschluss hatten die Stadtvertreter auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause einem Erweiterungsbau zugestimmt. Nun soll das Projekt schnell auf den Weg gebracht werden. Denn wer zuerst kommt, der mahlt zuerst - und das gilt auch bei Fördermitteln, die für dieses Vorhaben beim Land eingeworben werden sollen. Einen Namen für den Erweiterungsbau hat Schulleiter Hans-Dieter Richter übrigens schon gefunden. "NaWi-Haus" - Naturwissenschaften-Haus - findet er ganz passend. Denn schließlich sollen in dem neuen Gebäude zwei Physik-, zwei Chemie- und zwei Biologie-Kabinette eingerichtet werden. Zusätzlich erhalten die drei Naturwissenschaften-Fächer jeweils einen Vorbereitungs- und Sammlungsraum. Wo aber wäre Platz für dieses zusätzliche Gebäude? "Wir müssen einen Teil unseres Schulhofes am Gebäude Gotthunskamp dafür opfern", erklärt Richter. Eine Verbindung zu dem bereits bestehenden Gebäude kann es nicht geben, weil die Ebenen der dann beiden Schulgebäude nicht zusammenpassen. Aber: "Es werden kurze Wege sein, die die Schüler dann haben", so der Schulleiter, der sehr darauf hofft, dass dieser Erweiterungsbau auch klappt.

Schüler müssen derzeit pendeln

Denn momentan findet der Unterricht am Schulcampus Röbel an drei verschiedenen Standorten statt: Am Hauptgebäude am Gotthunskamp, in dem inzwischen 112 Jahre alten Schulgebäude in der Bahnhofstraße und in Räumen in dem Schulgebäude auf dem Gildekamp, das auch die Grundschule beherbergt. "Diese Situation ist natürlich für alle eine Belastung. Aber damals, als der Schulcampus Röbel gegründet wurde, war das die einzige Möglichkeit, alle Schulabschlüsse, vor allem das Abitur an unserem Schulstandort anbieten zu können", erklärt Richter. Schüler und Lehrer müssen derzeit pendeln, um zwischen den Unterrichtsstunden von Standort zu Standort zu gelangen, wenn naturwissenschaftlicher Unterricht angesagt sind. Derzeit sind diese Fachkabinette auf dem Gildekamp angesiedelt. "Bei manchmal nur zehn Minuten Pause zwischen den Stunden ist es sehr knapp für Lehrer und Schüler. Das bedeutet oft Stress. Den könnten wir mit dem Erweiterungsbau am Gotthunskamp deutlich minimieren", so der Schulleiter.

Ersten Schätzungen zufolge kostete der Anbau mindestens rund eine Million Euro - Geld, das der Schulträger, die Stadt Röbel, nur mit Hilfe von Fördermitteln aufbringen kann. Wenn alles klappt, könnte die Bauarbeiten zur Erweiterung des Schulcampus Röbel vielleicht schon 2016 starten. Dieses Projekt wäre die dritte große Investition in diesen Schulstandort. Bereits in den Jahren 2002 bis 2004 wurde das Gotthunskamp-Gebäude, das noch aus DDR-Zeiten stammt, für rund drei Millionen Euro komplett saniert. 2010 wurde dann eine Mensa angebaut - finanziert aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

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