Massive Verkehrsprobleme:

Waren steht im Stau

Es ist die Hauptschlagader in Warens Verkehrssystem: der Schweriner Damm. Und wenn die Ader verstopft ist, steht der Verkehr in der Müritzstadt kurz vor dem Kollaps. Denn auch die Bypässe sind überlastet.

Lange Wartezeiten: Stop and go auf dem Schweriner Damm.
Andreas Becker Lange Wartezeiten: Stop and go auf dem Schweriner Damm.

Stop and go. Stoßstange an Stoßstange. Schritttempo. Warten. Der Tag nach dem langen Wochenende begann für die Autofahrer in Waren mit einer echten Geduldsprobe. Die Reduzierung des Schweriner Damm in beiden Richtungen von jeweils zwei auf eine Spur blieb nicht folgenlos. Der Verkehr staute sich von der Stadtmitte - zwischen Mecklenburger Straße und Steinmole - zurück in Richtung östlicher Ortsausgang, nach Norden in Richtung Teterow und nach Westen in Richtung Malchow und Röbel. 

Wer besonders schlau sein und aus Richtung Neubrandenburg kommend über den Papenberg ausweichen wollte, kam spätestens am Hafen im dichten Verkehr zum Stehen und musste sich anschließend quälend lange über Strandstraße, Kietzstraße und Goethestraße schängeln. Auch mögliche Ausweichrouten über Malchiner Straße oder gar Jägerhof erwiesen sich als eher wenig erfolgversprechend. Der Zeitgewinn dürfte - wenn überhaupt - im Sekundenbereich liegen. Verkehrsteilnehmer aus Westen waren ebenfalls chancenlos - mangels Alternativen.

Grund für die massiven Verkehrsbehinderungen sind Instandsetzungsarbeiten an den Fahrbahnübergängen der zwei Moorbrücken. „Diese Schwellen sind wichtig, um die Bewegungen der Bauwerke durch den massiven Verkehr aufzufangen“, erklärt Fachmann Peter Baumgarten vom Straßenbauamt Neustrelitz.

Dass in diesem Bereich am Asphalt Hand angelegt werden muss, ergaben Bauwerksprüfungen. „Die Übergänge sind stark beanspruchte Bauteile, gerade auf einem mehrspurigen Abschnitt wie in Waren. Dazu wirken in den Kreuzungsbereichen viele Anfahr- und Bremskräfte“, erläutert er. Werde nicht nachgebessert, könnten die Schwellen kaputt gehen und damit den Verkehr gefährden. Die Kosten von etwa 100 000 Euro trägt der Bund.

Laut Plan sollen die Arbeiten bis Mitte Oktober abgeschlossen sein - "das hängt aber auch vom Wetter ab", sagte Baumgarten am Montagmittag.

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