Waren und sein Dauerbrenner :

Schwimmhalle? Jetzt entscheidet der Bürger

Braucht Waren eine neue Schwimmhalle? Ja oder Nein? Das sollen jetzt die Müritzstädter beantworten. Toralf Schnur (FDP) initiiert einen Bürgerentscheid – los geht es am 27. Juni. Ideen gibt es auch schon für den Standort der Halle.

Spaß und Spiel: Seit Monaten wird in Waren über das Für und Wider einer Schwimmhalle diskutiert.
Nordkurier-Archiv Spaß und Spiel: Seit Monaten wird in Waren über das Für und Wider einer Schwimmhalle diskutiert.

Das Thema bewegt die Gemüter – ob in Sportvereinen oder Freizeitgruppen, ob in Reha-Einrichtungen oder bei gesundheitsbewussten Bürgern: Nach der Schließung des Müritz-Hotels in Klink inklusive der dortigen Schwimmhalle wird heftig diskutiert, wie notwendig denn nun wirklich eine neue Schwimmhalle sei. Mit dieser Endlos-Debatte soll jetzt Schluss sein, Toralf Schnur will es Schwarz auf Weiß haben.

„Wenn die Warener etwas bewegen wollen, müssen sie sich bewegen. Konkret: Am kommenden Sonnabend, 27. Juni, stehen wir ab 10 Uhr den gesamten Tag vor dem Verwaltungsgebäude Zum Amtsbrink und sammeln Unterschriften für einen Bürgerentscheid“, kündigt der Liberale an. Ziel von Schnur und Co. ist, am ersten Tag bereits 1000 Unterschriften zu bekommen. „Die Bürger können jetzt Flagge zeigen, sie müssen nur auf der Liste unterschreiben“, macht der langjährige Kommunal- und Landespolitikern den Bürgern Mut.

Knapp 2000 Stimmen benötigt

Um einen Bürgerentscheid überhaupt zu initiieren, werden zunächst Unterschriften von zehn Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung in Waren benötigt – „also etwas weniger als 2000“, so Schnur. Diese Zahl muss bis Ende Juli erreicht sein. Ist dies gewährleistet, möchte Schnur den Bürgerentscheid parallel zum Volksentscheid zur Gerichtsreform in Mecklenburg-Vorpommern am 6. September durchführen lassen. „Das spart enorme Kosten und Logistik“, sagt Schnur und beabsichtigt, mit dem ersten Schritt des Bürgerentscheids die grundsätzlichen Fragen hinsichtlich Standort, Finanzierung und Konzeption einer neuen Schwimmhalle zu klären.

Im zweiten Teil des Bürgerentscheids, der parallel zur Landtagswahl im Spätsommer des kommenden Jahres stattfinden soll, steht dann die Verpflichtung der Stadt, diese Konzeption auch wirklich umzusetzen, im Mittelpunkt. Für einen erfolgreichen Bürgerentscheid ist die Mehrheit der gültigen Stimmen nötig, die mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten ausmachen müssen.