40-Millionen-Euro-Projekt zieht sich hin:

Seepark Waren: Und es bewegt sich (noch) nichts

Mehr als 400 exklusive Ferienwohnungen sollen in Waren verkauft werden. Es gibt nur einen kleinen Haken: Keine davon existiert bisher. Trotzdem nimmt die Marketing-Maschinerie Fahrt auf.

Trümmerhaufen an der Müritz: Das Projekt Seepark gerät mal wieder ins Stocken.
A. Schmidt Trümmerhaufen an der Müritz: Das Projekt Seepark gerät mal wieder ins Stocken.

Es hat etwas von Steilküste. Auf dem ehemaligen Sägewerksgelände in Waren türmen sich Gesteinsbrocken, Trümmer und Abfall der Abrissarbeiten, die bereits vor Monaten dort stattfanden. Still ruht der See seitdem und auch die Arbeiten auf dem „Seepark-Gelände“ kommen nur schleppend voran.

„Die Aufräumarbeiten sind beinahe abgeschlossen. Ein paar Kleinigkeiten sollen bis zum Jahresende noch passieren“, sagt Jaska Harm. Er arbeitet für die Vertriebsgesellschaft „Nibert Asset Management“, die sich um Käufer für die neu entstehenden Wohnungen kümmern soll. Sein Vater Herbert Harm ist der Projektentwickler des geplanten „Seeparks“.

Arbeiter und Baumaschinen sind schon länger nicht mehr da

Trotz der Beteuerungen, alles gehe den normalen Gang: Arbeiter und Baumaschinen sind am Seepark schon länger nicht mehr zu sehen. Den Zeitplan des 40-Millionen-Euro-Projektes hat das angeblich nicht erschüttern. Der erste Bauabschnitt mit Ferienwohnungen soll im kommenden Jahr eingeweiht werden. Die Grundsteinlegung aber verzögert sich erneut. „Vor Jahresende wird das nichts mehr“, so Jaska Harm. Das habe aber vor allem mit organisatorischen Gründen zu tun. „Wann das jetzt passiert, muss der Investor entscheiden. Vermutlich wird es Anfang März, wenn das Wetter ein wenig besser ist.“

Für Jaska Harm beginnt jetzt schon die heiße Phase. Denn die Wohnungen sollen zügig vermarktet und verkauft werden. Bevor der Bau begonnen hat. Es gebe schon eine Reihe von Interessenten. Das richtige Marketing beginne aber in der kommenden Woche. „Wir haben schon einiges vorbereitet, um über die Feiertage Material an potenzielle Kunden zu bringen“, erklärt er. Unter anderem solle im Internet ein animiertes Video des neuen Seeparks veröffentlicht werden. Noch haben die Beteiligten aber andere Sorgen. Denn immer noch ist kein Vertrag für den Betrieb der Wellness-Oase unterschrieben. Man sei in Verhandlungen, heißt es. Der Wasser- und Sauna-Bereich soll im zweiten Bauabschnitt ab dem Sommer gebaut werden und zugleich als Büro und Empfangsgebäude für den Seepark dienen.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!