Jagd in der Müritzregion:

Sicheres Sitzen auf den Hochsitzen

Jäger und Förster bestätigen: In der Müritzregion ist die Stimmung in der Bevölkerung meist jagdfreundlich. Manchmal hilft zur Überwindung von Vorurteilen auch eine geschenkte Gans.

Hochsitze wie dieser werden regelmäßig kontrolliert.  Foto: Schuppich
Schuppich Hochsitze wie dieser werden regelmäßig kontrolliert.  Foto: Schuppich

Harald Godenschwege muss lange überlegen. „Doch“, sagt der Förster im Revier Lobbin, „leider mussten selbst wir schon so eine Geschichte erleben. Aber“, winkt der Revierförster ab, „Gott sei Dank ist das tatsächlich schon lange her.“

Die Jagd auf Jäger – wenigstens in der Müritzregion scheint das die absolute Ausnahme zu sein. Angesägte Hochsitze, die beim Betreten die Waidmänner um Kopf und Kragen bringen können, sind nicht an der Tagesordnung. „Eine Anzeige bei der Polizei wegen solcher Anschläge auf Jagdeinrichtungen ist schon lange nicht mehr erstattet worden“, sagt auch die Sprecherin der zuständigen Polizeiinspektion Neubrandenburg, Verena Splettstößer. Förster Godenschwege weiß aber trotzdem von zerstörten Hochsitzen eine Menge zu berichten. „Das fällt dann aber zumeist in die Kategorie Vandalismus, wenn Hochsitze mutwillig umgekippt oder Bretter herausgerissen werden.“ Verantwortlich für die Instandhaltung der hölzernen Sitztürme sind die, wie es amtlich heißt, Jagdausübungsberechtigten selbst. „Die Hochsitze in den Jagdgebieten der Forst werden zwei Mal im Jahr von uns kontrolliert“, so Harald Godenschwege.

Doch nicht nur der bauliche Zustand der Hochsitze wird kritisch unter die Lupe genommen, sondern auch die Standorte selbst. „Anhand von Statistiken können wir ja nachweisen, wie viele Abschüsse von jedem Ansitz erfolgreich waren.“ 

Auch Bernd Poeppel, Amtsleiter in Forstamt Wredenhagen, kann ein Lied vom Vandalismus singen, dem hin und wieder Hochsitze in der mehrere Tausend Hektar großen Jagdfläche des Forstamtes zum Opfer fallen. Umgehend wird repariert, was auffällt. „Gerade vor großen Gesellschaftsjagden kontrollieren wir den Zustand der Hochsitze sehr kritisch“,  so Poeppel.

Günter Ziebarth, Sprecher des Kreisjagdverbandes an der Müritz, weiß auch von lange zurückliegenden Anschlägen auf Hochsitze, „absolute Einzelfälle“. „Solche kriminellen Methoden von militanten Jagdgegnern sind mit aller Entschiedenheit zu verurteilen“, so der erfahrene Jäger.

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