:

Kreis knickt beim Streit um Sozialamt ein

Die massiven Proteste der Müritzer gegen die Schließung der Sozialämter in Röbel und Waren zeigen Wirkung - die Kreispolitik verkündet erste Friedensangebote.

Ängste, Sorgen, Nöte: Zahlreiche Transparente hatten die Demonstranten am Donnerstagvormittag mitgebracht. Die Bürger wehren sich gegen die Umzugspläne des Landkreises für das Sozialamt.
Simone Pagenkopf Ängste, Sorgen, Nöte: Zahlreiche Transparente hatten die Demonstranten am Donnerstagvormittag mitgebracht. Die Bürger wehren sich gegen die Umzugspläne des Landkreises für das Sozialamt.

Morgens hatten Bürger und Betroffene auf dem zugig-frischen Marktplatz in Waren machtvoll demonstriert - abends bekamen vor lauter Zentralismus auch Politik und Verwaltung im fernen Neubrandenburg kalte Füße. Die Proteste gingen offenbar nicht spurlos an den Verantwortlichen vorbei – am Donnerstagabend machte der stellvertretende Landrat Siegfried Konieczny in einer Dringlichkeitssitzung des Kreis-Sozialausschusses eine erste Kehrtwende.

Demnach sollen sowohl in Röbel und Waren als auch in Demmin und Neustrelitz zwei Fachkräfte des Sozialamtes dauerhaft bleiben. Während die anwesenden Röbeler Bürger dies als erstes positives Zeichen werten, spricht Dieter Schröder aus Warener Sicht von einer „Mogelpackung“.

Weiterführende Links