Fußball-Oberliga:

Spannendes Derby bleibt ohne Sieger

Der Malchower SV 90 trennte sich am Freitagabend in der Fußball-Oberliga vom 1. FC Neubrandenburg mit einem Unentschieden. Für MSV-Trainer Christopher Stoll fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an.

Mit „Begleitschutz“ einiger Malchower Nachwuchskicker liefen am Freitagabend die Oberliga-Fußballer des FC Neubrandenburg (in gelb/blauer Spielkleidung) und des Malchower SV 90 (in weißer Kluft) zum großen Derby auf dem Waldsportplatz auf.
Jens-Uwe Wegner Mit „Begleitschutz“ einiger Malchower Nachwuchskicker liefen am Freitagabend die Oberliga-Fußballer des FC Neubrandenburg (in gelb/blauer Spielkleidung) und des Malchower SV 90 (in weißer Kluft) zum großen Derby auf dem Waldsportplatz auf.

"Das Unentschieden fühlt sich fast bitterer als eine Niederlage an, denn wir hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz und haben Neubrandenburg völlig unter Druck gesetzt", sagte Christopher Stoll, der Trainer des Malchower SV 90.

Rechtzeitig zum Beginn des Derbys in der Fußball-Oberliga zwischen dem Malchower SV 90 und dem 1.FC Neubrandenburg hatte am Freitagabend der nicht angekündigte Regen aufgehört, so dass die Teams angeführt von Schiedsrichter Jan Scheller und einer Eskorte von kleinen Malchower Nachwuchskickern trockenen Fußes den Waldsportplatz entern konnten.

Der Malchower SV 90 machte sofort Druck und drängte die Neubrandenburger in die eigene Hälfte. Nach einer kurz gespielten Ecke von rechts landete der Ball bei Evangelos Skraparas, der das Leder zum 1:0 in den Gäste-Kasten unterbrachte (9.). Nur eine Minute später hatte Skraparas wieder eine Riesenchance, als der rausgeeilte Torwart schon geschlagen schien, der Ball jedoch an das rechte Außennetz klatschte. Der MSV machte weiter Druck. Umso überraschender kamen die Neubrandenburger nach einem Freistoß durch ein Kopfballtor von Christoph Fischer zum 1:1-Ausgleich (18.).

Dennoch blieb Malchow am Drücker. Alexander Fogel versuchte es mit einem Fernschuss, der nur knapp am linken Pfosten vorbei ging (25.). Erfolgreicher waren jetzt die Viertorestädter, die durch einen Kopfball von Toni Schmidt mit 1:2 in Führung gingen (34.). Doch noch vor der Pause glich Malchow nach einem Freistoß durch Essama Etogo zum 2:2 (42.) aus.

"Neubrandenburg hatte außer den zwei Standards, die zu den Gegentoren führte, keine echte Chance. So ein Ding muss man einfach gewinnen. Das ist ärgerlich, wenn so viele Chancen vergeben werden. Trotzdem möchte ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen für die starke Offensivleistung", sagte Malchows Chefcoach Christopher Stoll.

Malchow: Paul-Friedrich Kornfeld - Georg Schumski, Argim Redzovic, Patrick Häntschke, Philip Sibrins, Gordon Grotkopp, Alexander Fogel, Damir Grgic, Muadi Ngonge, Evangelos Skraparas, Essama Etogo