Waren macht mobil gegen Neonazis:

Schwesig fordert: "Flagge zeigen!"

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nahm am Sonnabendvormittag - trotz Verspätung - am bunten Gegen-Programm zur geplanten NPD-Demo teil. Sie fand klare Worte.

Kaum angekommen, war SPD-Ministerin Manuela Schwesig (r.) gleich mittendrin in den Diskussionen.
Florian Ferber Kaum angekommen, war SPD-Ministerin Manuela Schwesig (r.) gleich mittendrin in den Diskussionen.

Da ließ sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nicht lange bitten. Wenn Nazis zum Aufmarsch durch Waren aufrufen, sei es wichtig, dagegen gemeinsam Flagge zu zeigen. So war die SPD-Politikerin am Sonnabend-Vormittag zu Gast am Stadthafen im Café International.

Die Bürgerinitiative "müritz hilft" hatte unter dem Motto "Vielfalt". Das Beste gegen Einfalt" eingeladen, um den Nazis nicht stillschweigend die Bühne zu überlassen. "Wir müssen parteiübergreifend gegen Ausgrenzung und für die Menschlichkeit zusammenstehen", forderte Schwesig.

Programm geht noch den ganzen Tag

Ähnlich formulierte es Schwesigs Parteifreund und Warens Bürgermeister Norbert Möller. "Zeigen wir ihnen, dass unsere Stadt bunt ist und das nicht die Nazis Waren ausmachen", sagte er zu den zahlreichen Zuhörern. Der Aufmarsch der Nazis ist für heute ab 12 Uhr geplant. Wenn das Café International um 15 Uhr schließt, ist es längst nicht vorbei mit dem bunten Gegen-Programm. Dann heißt es von 16 bis 21 Uhr beim Stadtteilfest "Papenberg - Jetzt wird es bunt".