Ein Wertstoffhof - aber zwei Standorte:

Stadt und Kreis kungeln - zahlt der Steuerzahler?

Das Wirrwar um die Schließung von Wertstoffhöfen geht in eine neue Runde. Nachdem der Kreistag vor Monaten mit der CDU-Stimme des Warener Jürgen Seidel die Schließung des Hofes in Waren-Ost beschlossen hatte, ruderten die Christdemokraten in der Stadtvertretung zurück – jetzt ist Land in Sicht. Doch das ist teuer.

Wie weiter? Die Zukunft der Wertstoffhöfe in Waren ist ungewiss.
Nadine Schuldt Wie weiter? Die Zukunft der Wertstoffhöfe in Waren ist ungewiss.

Ausgerechnet den sozialdemokratischen Bürgermeister Norbert Möller baten die Christdemokraten um Hilfe. Der Rathauschef möge sich doch beim Kreis dafür einzusetzen, die Schließung des Wertstoffhofes Waren-Ost rückgängig zu machen. Gesagt, getan. Möller sprach mit Axel Müller, Umwelt-Amtsleiter beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und selbst CDU-Mitglied in der Warener Stadtvertretung. Offenbar ein fruchtbares Gespräch. Denn: Nach Nordkurier-Informationen liegt jetzt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch. Demnach schlägt Müller Möller vor, dass es „in Waren offiziell nur einen Wertstoffhof gibt, aber mit zwei Standorten“. Heißt: Der ursprünglich vom Kreis beerdigte Hof in Waren-Ost bleibt doch bestehen – allerdings: Nur an drei Tagen in der Woche ist er geöffnet. An den drei anderen Tagen hat dann der Wertstoffhof Waren-West geöffnet.

Doch diese Idee hat einen nicht unerheblichen Pferdefuß: Durch den zusätzlichen Betrieb des Hofes Waren-Ost entstehen Mehrkosten (Unterhalt des Betriebsgeländes, zusätzliche Behälterkosten). Müller beziffert den finanziellen Aufwand mit 31 500 Euro im Jahr. Das Geld würde voll zu Lasten des Warener Haushaltes gehen. Ob die Müritz-Politik in Anbetracht dieser Summe immer noch für den Erhalt des Wertstoffhofes Waren-Ost ist, wird sich im Finanzausschuss am 2. September zeigen. An diesem Tag soll der Müller-Vorschlag diskutiert und entschieden werden.  

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Kommentare (1)

Unverständlich, das erst ein Wertstoffhof schließen soll und plötzlich soll wenn es anders kommt der Steuerzahler Zahlen. Hier wäre im Eigendlichem der Landkreis in der Pflicht es zu Finanzieren, denn der ist auch der Gewinner mit den Gebühren die Bürger für die Entsorgung aufbringen müssen. Aber was hier viel Wichtiger wäre die Tatsache das das was die einen dort auch hinbringen auch dort zur Verwertung bliebe. Leider muss ich immer wieder feststellen das sich einige an den Wertstoffhöfen Gesund stoßen in dem Sie das was zu Geld machbar ist wieder Entwenden und somit in meinen Augen schon Diebstahl ist. Begründung dessen ist doch klar auf der Hand, was dort ankommt ist somit Eigentum des Verwerters. Aber auch die Mitarbeiter bereichern sich an dem was die Bürger anliefern und das sollte als bald ein Ende haben. Auch so könnte Remondis als Verwerter und so auch der Landkreis die Kosten Kostendeckend gestalten.