Die Zeit des Verschweigens ist vorbei:

Stadt Waren bündelt Kräfte gegen Rechtsextremismus

Endlich, mögen so manche Warener denken. Endlich bekennt sich die Stadt Waren zu ihrem Problem mit dem Rechtsextremismus - und reagiert entsprechend.

Waren reagiert, Waren steht auf: Die Stadt beteiligt sich an einem bundesweiten Programm zur Förderung der Demokratie.
Andreas Becker Waren reagiert, Waren steht auf: Die Stadt beteiligt sich an einem bundesweiten Programm zur Förderung der Demokratie.

Jetzt drückt die Stadt Waren im Kampf gegen Rechtsextremismus aufs Tempo. Nachdem die Verantwortlichen im Rathaus bereits für den 21. Juli zum Flüchtlingsgipfel geladen haben, beteiligt sich die Stadt auch ganz aktuell am Bundesprogramm „Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Am bundesweiten Programm können Städte mit über 20 000 Einwohner mitmachen.

„Wir kennen das Problem mit den Rechtsextremisten in unserer Stadt, wir müssen schnell handeln“, sagte Bürgermeister Norbert Möller am Donnerstagabend am Rande der Sitzung des Kultur-, Bildungs- und Sozialausschusses. „Um an Fördergelder innerhalb des Bundesprogramms für unsere Aktivitäten zu kommen, müssen Fristen eingehalten werden, deshalb wird sich am kommenden Dienstag ein Begleitausschuss konstituieren“, berichtete Möller. Die Stadt habe 20 Personen beziehungsweise Institutionen angeschrieben – mit der Bitte, sich zu beteiligen. Nach Aussage des Bürgermeisters könne Waren mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 55 000 Euro rechnen.

Unter dem Motto „Partnerschaften für Demokratie“ soll die zielgerichtete Zusammenarbeit aller vor Ort relevanten Gruppen für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit unterstützt werden. Dazu gehöre auch die Stärkung des öffentlichen Engagements gegen Rechtsextreme.

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