Mili macht sich:

Steht hier das schönste Klo der Welt?

Sie waren echt ein Griff ins Klo, die alten Toiletten am Rechliner Mili. Endlich kann man dort ohne Not baden.

Passend zum Strand hat der Graffiti-Künstler Patrick Kieper den neuen WC-Container gestaltet.
Simone Pagenkopf Passend zum Strand hat der Graffiti-Künstler Patrick Kieper den neuen WC-Container gestaltet.

Wohin mit der Notdurft? Die Frage hat sich am Mili erledigt. Der ist nicht nur einer der schönsten Strände in Rechlin. Er hat jetzt auch das wohl „schönste Klo der Welt“, wie Bürgermeister Wolf-Dieter Ringguth (CDU) grinsend bemerkte. Und das pünktlich zum Beginn der Badesaison.

Es ist zwar ein Stück Weg, zum Mili an der Müritz. Aber das stört den, der ihn erst mal für sich entdeckt hat, nicht. „Hier kommen ganz viele her“, weiß der Rechliner Bürgermeister. Allerdings hätte es hier vorher nur Toiletten gegeben, „die das Wort nicht verdient haben“. Die Gemeinde musste sich etwas einfallen lassen. Träumte anfangs von einem Sanitärhäuschen mit Umkleiden und Kiosk. Die Kostenkalkulation von rund 320 000 Euro holte die Rechliner aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. „Das konnten wir nicht machen, also haben wir nach einer Alternative gesucht“, sagt Ringguth.

Eine sprühende Idee für die Optik

Und die fand sich bei Nachbarn in der Nähe von Mirow. Dort erstand die Gemeinde bei einer Firma einen Container, der als WC dient. Eine 20-Kilovolt-Leitung lag am Zugang zum Strand bereits, ein Trafo wurde gebaut und Wasser, Abwasser und Strom wurden „zusammengekuppelt“. Dann hatte Torsten Heinrichs noch eine gute Idee: So hat Patrick Kieper, der aus dem Brandenburgischen stammt, den WC-Container passend zum Strand mit Graffiti gestaltet.

Die Männer vom Bauhof machen sich jetzt noch daran, rund um den Container zu pflastern. Er bleibt übrigens nur während der Saison am Mili. Dann kommt er ins sichere Winterquartier auf dem Bauhof, so der Bürgermeister.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung