Berüchtigte „Eierstraße“ bald Geschichte:

Straßensanierung zwischen Lärz und Krümmel

Das war‘s dann bald mit dem Ärger auf der Strecke zwischen Lärz und Krümmel. Fein und glatt wird sie sein, sodass ab Ende des Monats alle Eier, die über die Kreisstraße transportiert werden, heil bleiben dürften. 

Neuer Asphalt für die "Eierstraße" von Krümmel nach Lärz. Ende des Monats sollen die Bauarbeiten auf dieser Strecke abgeschlossen sein.
Petra Konermann Neuer Asphalt für die "Eierstraße" von Krümmel nach Lärz. Ende des Monats sollen die Bauarbeiten auf dieser Strecke abgeschlossen sein.

Die Eierei auf der „Eierstraße“ zwischen Lärz und Krümmel hat ein Ende. Nur wenige Wochen noch, dann ist diese Kreisstraße endlich so, dass sie die Bezeichnung Straße wieder verdient. Die „Eier“ können dann gestrichen werden. Der Name „Eierstraße“ geht übrigens tatsächlich auf Eier und zwar kaputte Eier zurück. Ein Legehennen-Betrieb im Ort muss seine Produkte, die Eier, über diese Straße transportieren. Und weil deren Zustand lange Zeit so schlecht war, ging ein Teil der Ladung regelmäßig kaputt. Das ist nun bald Geschichte. Die letzten Asphaltierungsarbeiten auf dem letzten Teilstück der Strecke haben begonnen. Und sie setzen den Schlusspunkt unter ein Jahrzehnte währendes Politikum.

Schon zu DDR-Zeiten hatten sich die Bürger über den Zustand der Straße zwischen den beiden Orten Lärz und Krümmel erregt. „Da gab es 1986 sogar Einwohnerversammlungen, da waren die Bürger richtig sauer“, weiß Hartmut Lehmann (CDU), Bürgermeister der Gemeinde. Der Unmut der Bürger sorgte dafür, dass zumindest die Straße geflickt wurde. Nicht nur landwirtschaftliche Fahrzeuge fuhren über die Straße, auch Panzer. Denn die Gegend um Buschhof und Troja, einem Ortsteil von Lärz, war zu DDR-Zeiten Übungsgebiet für die in Rechlin stationierten sowjetischen Soldaten.

Zankapfel bei erster Kreisreform

Nach der Wende geriet die „Eierstraße“ wieder zum Politikum: Und zwar während der Kreisgebietsrefom 1994. Damals wurden aus dem Altkreis Röbel und dem Altkreis Waren der neue Müritzkreis. Auch ein Stückchen vom benachbarten Landkreis Mecklenburg-Strelitz sollte zum Müritzkreis rüberwandern – Schwarz. Doch die Bürgermeisterin damals wehrte sich dagegen. Doch es half alles nichts: Die Schwarzer wurden Teil des neuen Müritzkreises. Der damalige Landrat Gert Schultz (CDU) versprach, sich um die Kreisstraße, die „Eierstraße“ zu kümmern. Teilstücke der Straße wurden saniert. Auf der Prioritätenliste stand die Strecke zwischen Lärz und Krümmel ganz oben.

2014 gab der Seenplatte-Landkreis den Startschuss für eine Komplettsanierung der Straße. Zum Ende des Monat soll sie komplett sein. Ein Grund zum Feiern? „Auf jeden Fall“, sagt Bürgermeister Lehmann. Beim Nebelseefest der Gemeinde am 23. Juli soll die Straße, die bis dahin schon befahrbar ist, offiziell eingeweiht werden. Der erste, rund 2700 Meter lange Bauabschnitt von Krümmel nach Lärz kostete rund 798 000 Euro, davon waren 455 000 Euro Fördergelder. Der nächste Abschnitt, der rund 1200 Meter lang ist und auch die Ortsdurchfahrt von Krümmel beinhaltet, kostet rund 700 000 Euro – hier rechnet der Kreis mit einem Fördermittelanteil von rund 390 000 Euro.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung