Stadtwerke rudern zurück:

Strom wird für Malchower nun doch nicht billiger

Auf der Stadtvertretersitzung im September hatte Malchows Stadtwerke-Chef für 2016 eine deutliche Preissenkung versprochen. Doch er hatte einen wichtigen Posten unterschätzt.

Malchows Chef-Stadtwerker Gunthar Teichmann kann sein Versprechen zur Energiepreissenkung nicht halten.
Petra Konermann Malchows Chef-Stadtwerker Gunthar Teichmann kann sein Versprechen zur Energiepreissenkung nicht halten.

Sein Versprechen von September kann der Chef der Malchower Stadtwerke nun doch nicht halten. Auf der letzten Sitzung der Stadtvertretung hatte Gunthar Teichmann noch angekündigt, dass die Gas- und Strompreise deutlich gesenkt werden. Jetzt ruderte er in gleicher Runde zurück. "Ich war felsenfest überzeugt. Bei Strom haben wir den Preis im Einkauf um gute 18 Prozent senken können, das sind im Stromgeschäft Welten", sagte er. Als er am Ende aber gegenrechnete, stellte sich heraus, dass die Erhöhung von Umlagen und Netzkosten den günstigen Einkaufspreis wieder zunichte macht. Statt zu senken, müssten die Malchower Stadtwerke danach den Strompreis um 0,224 Cent pro Kilowattstunde erhöhen.

Machen werden sie das aber nicht. "Wir kriegen keine Preissenkung hin, aber wir werden den Strompreis für unsere Kunden stabil halten", sagte Gunthar Teichmann. Er ändert sich also im nächsten Jahr nicht. Die Stadtvertreter beschlossen einstimmig das Tarifblatt fürs kommende Jahr. Nicht nur für Strom, sondern auch für Gas. Dort sieht es ein bisschen anders aus. "Den Erdgaspreis werden wir in den einzelnen Preissegmenten um 0,1 bis 0,3 Cent pro Kilowattstunde senken." Für ein Wohnhaus mit einem Jahresverbrauch von 20000 Kilowattstunden bedeute das eine Brutto-Einsparung von 23,80 Euro bis zu 71,40 Euro im Jahr. Das hänge davon ab, ob man in der Grundversorgung ist oder einen Wahltarif hat, erklärte Teichmann die Differenz.

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