Bahnprojekt:

Südbahn entgleist - Volksinitiative gescheitert

Die Volksinitiative zur Wiederbelebung der Südbahn ist ausgebremst worden – zu wenig Stimmen. Ist die Südbahn damit endgültig tot?

Ein langer Kampf scheint vorerst verloren: Die Bürgerinitiative Pro Schiene musste einen herben Rückschlag einstecken.
Simone Pagenkopf Ein langer Kampf scheint vorerst verloren: Die Bürgerinitiative Pro Schiene musste einen herben Rückschlag einstecken.

Da waren es „nur“ noch 14 047: Die Bürgerinitiative (BI) „Pro Schiene“ hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Nachdem die Initiatoren der Volksinitiative zur Wiederbelebung der Südbahn in den vergangenen Monaten etwa 20 000 Unterschriften gesammelt hatten, wurden vom Land MV nun 3802 der insgesamt 17 849 eingereichten Stimmen für ungültig erklärt. Heißt im Klartext: Die Volksinitiative ist vom Tisch. "Ich bin zutiefst betroffen", macht "Pro Schiene"-Sprecherin Monika Göpper keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung.

Erreicht werden sollte eigentlich, dass sich der Landtag in Schwerin noch einmal mit dem Thema auseinandersetzt. Der BI geht es darum, dass die Teilstrecken Parchim-Lübz-Malchow und Waren-Neustrelitz wieder aktiviert werden und dass die Strecke Malchow-Waren erhalten bleibt.

Monika Göpper enttäuscht

„Ich finde die abgelehnte Zahl der Unterschriften sehr hoch. Die eine Hälfte war wohl unleserlich, bei der anderen Hälfte stimmten die Angaben nicht überein“, so Monika Göpper. Also waren Name/Vorname unvollständig oder nicht zu entziffern oder Geburtsdatum/Anschrift wichen vom Melderegister ab. Dabei habe man sich, erklärte Göpper weiter, vorher eigentlich alles ganz genau angeguckt, geprüft und bereits etliche Unterschriften ausgesiebt.

Trotzdem: Auch die verbliebenen 14 047 Unterschriften (nötig gewesen wären 15 000) seien immer noch ein stolzes Ergebnis - wenngleich ein Nachreichen der fehlenden Stimmen nicht möglich ist. Ob man Einspruch gegen die Entscheidung einlegen werde, sei innerhalb der Bürgerinitiative umstritten. "Ich bin auf jeden Fall dafür, Einsicht in die Unterlagen zu beantragen. Und die Aktion war auf keinen Fall umsonst. Wir bedauern das jetzt sehr", sagt Monika Göpper, die als Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grüne bei einer rot-grünen Regierung das Thema Südbahn unbedingt wieder auf die Agenda setzen will.

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