Protest gegen Südbahn-Schließung:

Südbahn: Malchow gibt nicht auf

Da geht noch mehr. Gut zwei Dutzend Malchower sind am Freitagabend für den Erhalt der Südbahn auf die Straße gegangen. Die Weichen sind zwar in Schwerin gestellt, doch der Zug ist noch nicht abgefahren.

Mit einer Mahnwache demonstrierten am Freitagabend Malchower gegen das drohende Aus der Bahnstrecke zwischen Parchim und Malchow. Nach Plänen der Landesregierung soll die Südbahn zum Teil stillgelegt werden.
Carina Göls Mit einer Mahnwache demonstrierten am Freitagabend Malchower gegen das drohende Aus der Bahnstrecke zwischen Parchim und Malchow. Nach Plänen der Landesregierung soll die Südbahn zum Teil stillgelegt werden.

„Wir sind da. Wir sind laut, weil man uns die Südbahn klaut!“ Ein weiteres hörbares und sichtbares Aufbäumen der Malchower. Im Kampf für ihre Südbahn demonstrierten mehr als zwei Dutzend Inselstädter.

Der kleine Zug marschierte am Freitagabend über die Kirchen- und Güstrower Straße bis zum Bahnhof. Neben den kleinen und großen Anhängern der Bahnstrecke zwischen Parchim und Malchow hatte sich auch örtlich Polit-Prominenz in den Umzug eingereiht. „Wir hier im ländlichen Raum und in den kleinen Städten sollen ausbaden, was die Regierung mit ihren Fehlplanungen anrichtet“, so der Tenor am Abend. „Fahrten ins Theater nach Parchim sind dann für uns nicht mehr so einfach drin“, schimpfte eine Schülerin. Schließlich gäbe es dann nach 20 Uhr keinen Zug mehr zurück nach Malchow.

Nach Ansicht von Monika Göpper, Sprecherin der Bürgerinitiative ProSchiene, leiden unter den Plänen der Südbahn-Kappung vor allem die älteren Malchower. Sie blieben im wahrsten Sinne auf der Strecke, wenn sie mit dem Zug nicht mehr von A nach B kämen. „Auch die einst so viel gepriesene Verbindung zu den Mittelzentren würde den Bach runtergehen“, mahnte Göpper.

Ein weiterer Protest entlang der Bahnstrecke ist für den 28. November geplant. Mitte Dezember soll die Vorstellung der Landesregierung umgesetzt werden. Damit wäre die Südbahn für die Malchower endgültig abgefahren. Auch von Malchow über Waren nach Neustrelitz und in der Gegenrichtung würden dann zahlreiche Verbindungen entfallen. „Wir machen weiter und geben die Hoffnung nicht auf“, so die Malchower am Freitagabend.

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