Verzweifelt:

Tagesmütter kämpfen um ihr Überleben

Schlechte Stimmung bei den Tagesmüttern aus Waren und Umgebung: Seit zwei Jahren ringen sie um mehr Aufmerksamkeit in ihrer eigenen Stadt.

In der Arbeit blockiert: Die Tagesmütter haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden..
Vera Odilia Nick In der Arbeit blockiert: Die Tagesmütter haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden..

Gerda Leidel aus Waren ist ratlos und am Ende ihrer Kräfte – seit rund zwei Jahren kämpft die 64-Jährige gemeinsam mit 22 weiteren Tagesmüttern um das nackte Überleben. Grund für ihre Ängste ist eine Broschüre der Stadt, die Eltern über das Angebot der umliegenden Kindertagesstätten informiert. Das Heft weist allerdings nur auf die Kindergärten hin und hält die Listen der Tagesmütter unter Verschluss.

"Heute fehlen bei uns die Kinder"

„Auf Nachfrage sagte man uns, dass es mit dem Datenschutz zu tun hat. Ich will aber, dass jeder mich und meine Adresse finden kann. Sonst wäre das eine Blockade für meine eigene Arbeit“, sagt Gerda Leidel. Wie Tagesmutter Kirsten Baumrucker ergänzt, waren die Daten vor Kurzem noch für jeden einsehbar. Erst mit der Broschüre kam der Stein endgültig ins Rollen: „Wir wissen gar nicht, wie wir all dem entgegenwirken sollen, denn die Ämter fühlen sich nicht zuständig für uns“. Die Zeiten, wo das Telefon nicht mehr still stand, sind vorbei: „Früher konnten wir uns vor Anfragen kaum retten und mussten lange Wartelisten führen. Heute fehlen bei uns die Kinder“, schildert Cornelia Breuer. „Eigentlich haben wir das Gefühl, dass man uns nicht mehr haben will.“

"Bei uns gibt es keine Schichtarbeit"

Tagesmutter Rita Papenbroock weiß, wovon sie spricht. Sie hat bereits als Kindergärtnerin gearbeitet: „Wir sind bis zu zwölf Stunden am Tag für die Kinder da. Bei uns gibt es keine Schichtarbeit, sondern wir kümmern uns nonstop um die Kleinen, sind Köchin und Spielpartnerin zugleich.“

Dietmar Henkel, zuständiger Amtsleiter bei der Stadt Waren, kann die Aufruhr der Tagesmütter nicht nachvollziehen: „Was hätten wir für ein Interesse, die Tagesmütter kaputt zu machen? Sie hatten die Möglichkeit, sich für den Broschüren-Wegweiser anzumelden. Gerda Leidel sieht das anders: „Die Kindergärten mussten sich auch nicht bewerben, warum dann wir?“ Um das Problem zu klären, macht Henkel den Frauen ein Angebot: „Wir können gerne auf der Internetseite die Tagesmütter aufführen. Für alles andere müsste man sich einmal zusammensetzen.“

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Kommentare (1)

Auch in LDS haben es die Tagesmütter nicht leicht. Werden bei Anfragen im Amt übergangen bzw nicht erwähnt. . . Auflagen können kaum noch erfüllt werden. .. Bsp. Hygiene. . . Nach den Aussagen der Jungen Frau sollte alles raus und neu gekauft werden. . . Kein Essen im Freien . . . Pool im Garten geht überhaupt nicht. . . Gegenstände wie Sofa Tisch ec. sollten entfernt werden. . . Zahnputzbecher die auf einer Ablage im Bad stehen sollten entfernt und in Schränken untergebracht werden. . Vorhänge zu dun kel usw usw. . . Gelder werden vom Amt verspätet gezahlt. . .