Katze stirbt qualvollen Tod:

Tellereisen wird zur grausamen Falle

Entsetzen und Wut bei den Tierschützern in Malchow: Ganz gezielt ging ein Katzenhasser auf Jagd - mit einer perversen Falle, deren Einsatz verboten ist.

Eine grausige Tat. Mit einem Tellereisen wurde in Malchow eine Katze gefangen.
M. Kuhlmann Eine grausige Tat. Mit einem Tellereisen wurde in Malchow eine Katze gefangen.

 „Man schluckt, kämpft mit Tränen und mit Wut. Es ist ganz furchtbar, was da passiert ist“, sagt Margret Kuhlmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waren. Ganz zielgerichtet habe ein Mann in Malchow Jagd auf Vierbeiner gemacht. Das Perfide: Er legte ein Tellereisen aus, dessen Einsatz verboten ist, so die Tierschützerin. Und in der Mitte des Eisens habe er noch dazu einen toten Vogel angebunden.

Tierärztin musste die Katze einschläfern

„Wir bekamen am Montag im Tierheim einen Anruf von einer Anwohnerin, dass eine Katze in einer Falle liegt“, berichtet Margret Kuhlmann. Das Tier muss noch versucht haben, sich mit dem Eisen davon zu schleppen, blieb am Ende aber unter einem Busch hängen. „Sie muss so voller Panik gewesen sein, solche Schmerzen gehabt haben“, verschlägt es der Vorsitzenden des Tierschutzvereins die Sprache. „Die Zeit, die sie gekämpft hat, muss für sie die Hölle gewesen sein.“ Die Tierärztin, die sofort kam, schläferte das Tier ein. „Ein dreibeiniges Tier mit ausgekugeltem Schultergelenk und dreifach dick geschwollen – wir wollten die Schmerzen nicht noch verlängern und haben es sofort erlöst“, sagt Margret Kuhlmann. Diese Entscheidung trafen Tierschützer und Tierärztin gemeinsam. Wem das Tier gehörte – es handelte sich um einen Kater, nicht kastriert und nicht gechipt – sei noch nicht bekannt.

Der Mann, der das Tellereisen ausgelegt hatte, aber schon. Da habe Kommissar Zufall geholfen. Es soll ein ehemaliger Jäger sein. Der Tierschutzverein erstattete Anzeige. Die Tat ist für die Vereinsvorsitzende „abartig ohne Ende“. „Nicht auszudenken, wenn Kinder hier mit einem Ball gespielt hätten, dabei über die Hecke gesprungen und in die Falle getreten wären...“

Tierschützer hoffen, dass der Fall vor Gericht verhandelt wird

In der Regel habe man bei Tierquälerei keinen Täter, diesmal sei es anders. Der Tierschutzverein hofft, dass dieser Fall vor Gericht kommt. Und steht damit längst nicht allein. Im sozialen Netzwerk wird heftig über diese grausame Quälerei diskutiert. „Wie grausam kann ein Mensch sein“, ist da unter anderem zu lesen. „Absolut verantwortungslos ... ohne Überlegung und mit Vorsatz ... Das sollte Konsequenzen haben.“ „Was für ein niederer Charakter.“

 

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