Prozess am 16. November in Waren:

Todesfahrer droht mehrjährige Haftstrafe

Ein Kreuz erinnert an der Unglückstelle an den tödlichen Unfall. Am 16. November muss sich ein 27-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Waren verantworten.

Die Unfallstelle am Ufer der Müritz, an der ein Mann ums Leben kam, wurde mit Flatterband gesichert. Der betrunkene Autfahrer war mit seinem Wagen von der Straße abgekommen, über den Gehweg gefahren und hatte an dieser Stelle einen Fußgägner erfasst.
Udo Roll Die Unfallstelle am Ufer der Müritz, an der ein Mann ums Leben kam, wurde mit Flatterband gesichert. Der betrunkene Autfahrer war mit seinem Wagen von der Straße abgekommen, über den Gehweg gefahren und hatte an dieser Stelle einen Fußgägner erfasst.

Ende April war der Todesfahrer in der Straße Am Seeufer mit zu hoher Geschwindigkeit von der Straße abgekommen, erfasste auf dem Fußweg einen 67-jährigen Fußgänger. Der ältere Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Das Unfallauto hatte außerdem drei weitere Fahrzeuge gerammt, die in der Straße geparkt worden waren, und war anschließend gegen einen Baum geprallt. Die Straße musste bis in die Nacht hinein voll gesperrt werden. Die drei gerammten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 20  000 Euro.

Vorgeworfen werden dem Warener fahrlässige Tötung mit vorsätzlicher Straßenverkehrgefährdung, weil er vor dem Unfall Alkohol und Drogen konsumiert hatte und außerdem mit dem Auto unterwegs war, obwohl er keinen Führerschein besaß.

Der 27-jährige Todesfahrer hatte zum Zeitpunkt des Unfalls bereits seit einem Jahr keinen Führerschein mehr. Den musste der Mann abgeben, weil er bereits im vergangenen Jahr mit Betäubungsmitteln am Steuer ertappt worden war. Dem Angeklagten könnte eine mehrjährige Haftstraße und ein jahrelanger Führerscheinentzug drohen.

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