Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen:

Tödliches Gasunglück weiter ungeklärt

Die Katastrophe in der Malchower Mühlenstraße, bei der ein Haus in die Luft geflogen war, liegt über ein Jahr lang zurück. Doch die Untersuchungen der Behörden stehen entgegen anders lautender Wasserstandsmeldungen zuvor noch immer nicht vor dem Abschluss. Bei den Gründen dafür gibt sich die Staatsanwaltschaft ermittlungstaktisch wortkarg.

Wie in einem Kriegsgebiet: Nach der Gas-Explosion in der Malchower Mühlenstraße blieb nur ein Trümmerfeld zurück.
Archiv/Bernd Wüstneck Wie in einem Kriegsgebiet: Nach der Gas-Explosion in der Malchower Mühlenstraße blieb nur ein Trümmerfeld zurück.

Das Unglück geschah im Sommer 2015. Im Februar 2016 war von der zuständigen Staatsanwaltschaft zu erfahren, dass ihre Arbeit und die der Kriminalpolizei kurz vor dem Abschluss stünde. Doch auch acht Monate später ist noch immer nicht final geklärt, wer die Verantwortung dafür trägt, dass es am 13. Juli 2015 in der Malchower Mühlenstraße zu der verheerenden Gas-Explosion kommen konnte, die dem Hausmeister letztlich das Leben kostete.

Auf Nordkurier-Nachfrage sagte Staatsanwältin Beatrix Komning zum aktuellen Stand der Ermittlungen: „Die Schwierigkeit dabei ist darin begründet, dass die Ursachen für die Gasexplosion vor mehr als einem Jahrzehnt gesetzt wurden. Verlegearbeiten an einer Gas-Hausanschlussleitung haben letztlich eine Reaktionskette ausgelöst, die zu dem tragischen Ereignis führte.“

Da der Verlauf der Ermittlungen zur Feststellung der Verantwortlichen weitere Beweiserhebungen erforderlich machte, konnte das Verfahren noch nicht abgeschlossen werden. Zu den Einzelheiten könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen, so Beatrix Komning weiter.

Rückblick: Kein Malchower dürfte jenen Juli-Tag 2015 vergessen haben, als eine ganze Stadt unter kollektivem Schock stand. Durch eine heftige Gasexplosion flog in der Mühlenstraße ein Haus in die Luft und lag anschließend komplett in Schutt und Asche. Übrig blieb nur ein Trümmerfeld. Das Hausmeister-Ehepaar wurde bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzt. Der 72-jährige Mann und seine 71 Jahre alte Frau mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken nach Berlin und Lübeck geflogen werden. Der Mann starb später an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

 

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