Rauschendes Fest:

Totensonntag: Flanierball endet um 4 Uhr

Der Totensonntag gilt als einer der höchsten gesetzlichen Feiertage. Ab 5 Uhr darf nicht mehr öffentlich gefetet werden – mit Auswirkungen auf den Flanierball.

Am Wochenende ist wieder Disko- und Ballzeit. Aber rauschende Feste feiern in den Totensonntag hinein, darf man das überhaupt? Laut Feiertagsgesetz nein, wie aus dem Justizministerium zu erfahren war. Denn der Totensonntag gehöre zu den höchsten gesetzlichen Feiertagen. Wenn die Feier also nicht direkt mit dem Totensonntag in Verbindung steht, müsse sie laut Pressesprecher Tilo Stolpe von der örtlichen Ordnungsbehörde extra genehmigt werden. Ausnahmen davon können gewichtige Gründe sein, die aber nicht näher benannt werden. Außerdem gilt: Öffentliche Versammlungen oder Unterhaltungs-Veranstaltungen, ob unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen, sind per se an Sonn- und Feiertagen während der Hauptzeit von Gottesdiensten, also zwischen 6 und 11.30 Uhr und Heiligabend ab 13 Uhr, verboten, wenn sie den Gottesdienst stören. Ausnahmen gelten nur am 1. Mai und 3. Oktober oder Veranstaltungen betreffend, die der Kunst, Volksbildung oder Wissenschaft gelten. Tanz- und Sportveranstaltungen sind an Karfreitag ganz tabu. Am 24. Dezember darf man ab 13 Uhr nicht mehr öffentlich tanzen oder Sport treiben. Auch Spielhallen müssen dann schließen. Für den Volkstrauertag und den Totensonntag gilt dies ab 5 Uhr morgens. Wer sich daran nicht hält, wird streng geahndet: Er kann bis zu 5000 Euro blechen. Die Besucher des Flanierballs morgen Abend im Land Fleesensee, der und bis in die Nacht zum Sonntag dauert, tangiert dies nicht – hier gehen laut Hoteldirektor vom Radisson Blue vorschriftsmäßig sogar schon eine Stunde vor der vorgeschriebenen Zeit, also  um 4 Uhr, die Ball-Lichter aus.