Tötete sie ein Darm-Infekt?:

Trauer um Bärin Kasia

Drama zum Saisonstart im Bärenwald in Stuer zwischen Malchow und Röbel: Wochenlange Mühen und Pflege konnten das 20 Jahre alte Weibchen Kasia am späten Montagnachmittag nicht mehr helfen. Die Bärin war bereits länger krank.

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Kasia war laut ihren Pflegern als sie noch gesund war eine sehr aktive Bärin.
Mihai Vasile/Vier Pfoten e.V. Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Kasia war laut ihren Pflegern als sie noch gesund war eine sehr aktive Bärin.

Wie ein Sprecher des Bärenwaldes Stuer am Mittwoch mitteilte, war die Bärin Kasia während ihrer Winterruhe an einer Magen-Darm-Infektion und Darm-Entzündung erkrankt und stark geschwächt. Kasia wurde demnach über Wochen intensiv tierärztlich betreut, und zuletzt schien es, als würde sie sich von ihrer schweren Krankheit wieder erholen.

Am Montagnachmittag verschlechterte sich ihr Zustand jedoch rapide. Wenig später konnten die Tierpfleger nur noch den Tod der Bärendame feststellen. Im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) soll eine Autopsie für weitere Klarheit über die Todesursache sorgen. Das Tier war 2011 mit einer zehn Jahre älteren Bärin aus einem polnischen Zoo ins Waldgehege am Plauer See gekommen.

Der einzige Bärenwald in Norddeutschland, der jährlich rund 60 000 Gäste anzieht, wird von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten fast nur über Spenden betrieben. In dem weitläufigen Waldgelände leben nun noch 18 Braunbären aus Gefangenschaft, die im Bärenwald ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken und ausleben können. Laut ihren Tierpflegern war Kasia ein sehr aktiver Bär, der es liebte, zu baden. Zu ihren Lieblingsspeisen zählten vor allem Nüsse.

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