Ermittlungen gegen Ex-Geschäftsführer:

Staatsanwaltschaft sichtet Warener Awo-Unterlagen

Der Abgang des langjährigen Awo-Geschäftsführers Peter Olijnyk kam plötzlich - und mit einem großen Knall. Die Staatsanwaltschaft ermittelt - wegen des Verdachts der Untreue. Dabei hatte sich Olijnyk in seinem eigenen Mitteilungsblatt vor wenigen Monaten noch selbst gefeiert.

Immer gut in Szene gesetzt: Ex-Awo-Geschäftsführer Peter Olijnyk (Zweiter von rechts) beim symbolischen Spatenstich für einen Awo-Neubau in Röbel.
Petra Konermann Immer gut in Szene gesetzt: Ex-Awo-Geschäftsführer Peter Olijnyk (Zweiter von rechts) beim symbolischen Spatenstich für einen Awo-Neubau in Röbel.

„Die Awo ist seit Anfang Oktober ein von der Deutschen Gesellschaft für Qualitätssicherung zertifiziertes Unternehmen. Wir haben die Prüfungen in unseren Einrichtungen mit Bravour bestanden“, schrieb Olijnyk im Awo-Boten. Weiter hieß es dort zum Jahreswechsel 2015/16: „Was über Jahre entwickelt worden ist, nämlich Qualität auf breitester Basis zu denken, zu leben und ständig weiter zu entwickeln, hat jetzt mit der Zertifizierung einen vorläufigen Abschluss gefunden.“

Eigene Lobeshymnen, die mittlerweile verklungen sind, für Olijnyk hat es persönlich ebenfalls einen Abschluss gegeben – der langjährige Geschäftsführer musste seinen Schreibtisch nach internen Querelen binnen kürzester Zeit räumen. Damit nicht genug: Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Ermittlungen gegen Olijnyk eingeleitet. Der Verdacht der Untreue hat die Staatsanwaltschaft zum Handeln gezwungen – gegen Olijnyk ist nach Informationen des Nordkurier im Juni Strafanzeige erstattet worden.

„Derzeit werden Unterlagen ausgewertet, möglicherweise werden wir Zeugen befragen“, teilte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Montag auf Nordkurier-Nachfrage mit. Allerdings stehe man erst am Anfang der Ermittlungen – wann die Untersuchungen abgeschlossen seien, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

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