Kapitän suchte nach Abkürzung:

Urlauberboot fährt vor Röbel auf Grund

Die Hafeneinfahrt von Röbel schon in Sicht verleitete Urlauber auf der Müritz vermutlich zu einer Abkürzung. Doch das war keine gute Idee.

Die Müritz vor Röbel - Ein Blick in der Wasserkarte mit den ausgewiesen Wassertiefen wäre hilfreich gewesen, so die Wasserschutzpolizei
Petra Konermann Die Müritz vor Röbel - Ein Blick in der Wasserkarte mit den ausgewiesen Wassertiefen wäre hilfreich gewesen, so die Wasserschutzpolizei

Vier Urlauber, die auf einem eigenen Boot auf der Müritz unterwegs waren, hatten sich am Freitag kurz nach 19 Uhr vor der Halbinsel Großer Schwerin festgefahren. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei wollte der Kapitän offenbar die Fahrt abkürzen und fuhr in den flachen Bereich vor dem Landschaftsschutzgebiet Großer Schwerin. Doch dort befinden sich viele große Steine im Wasser und es wird dort auch schnell sehr flach. Das Boot lief auf Grund. Da es sich um keinen Notfall handelte, keine Verletzten und auch keine Kinder an Bord waren, wurde das Boot nicht von der Wasserschutzpolizei frei geschleppt. Stattdessen musste ein Unternehmen gerufen werden, um das Boot frei zu bekommen. Die Kosten dafür müssen die Bootsfahrer selbst tragen. Eine Strafe haben sie aber nicht zu befürchten: Sie waren nicht im gesperrten Bereich unterwegs. Sie hätten vielmehr, so die Wasserschutzpolizei, nur dem Tonnen-Bereich folgen müssen. Und: Ein Blick in der Wasserkarte mit den ausgewiesen Wassertiefen wäre hilfreich gewesen.

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