Tödlicher Rettungswagen-Unfall:

Urteil gegen Fahrer ist rechtskräftig

Er habe mit abenteuerlicher Sorglosigkeit gehandet, sagte der Richter über den Fahrer des Rettungswagens. Nun muss sich dieser seiner Strafe stellen...

Seit der Unglücksfahrt sitzt der Fahrer des Rettungswagens im Rollstuhl.
Carsten Rehder Seit der Unglücksfahrt sitzt der Fahrer des Rettungswagens im Rollstuhl.

Das Urteil des Amtsgerichts Parchim gegen den Fahrer eines Rettungswagens aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte ist rechtskräftig. Innerhalb der vorgeschriebenen Frist habe keiner der Beteiligten Rechtsmittel eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Gericht hatte den 27-Jährigen Ende November wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu 2400 Euro Geldstrafe verurteilt, weil bei einem von ihm verschuldeten Unfall eine Patientin gestorben war. "Sie haben mit abenteuerlicher Sorglosigkeit gehandelt", hatte Richter Kai Jacobsen erklärt.

Das Fahrzeug war bei Sturm und Schnee südlich von Plau (Kreis Ludwigslust-Parchim) mit zu hohem Tempo von der Straße abgekommen und gegen eine Baumgruppe geprallt. Eine 82-jährige Patientin starb. Ein Notarzt und ein Rettungssanitäter, die bei der Frau waren, wurden schwer verletzt. Der Notarzt sitzt seitdem im Rollstuhl und kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Am Unfalltag, dem 6. Dezember 2013, war das Tief "Xaver" mit starken Böen und Schnee über das Land gezogen.

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