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Vergiftete Jugendliche außer Lebensgefahr

Der tödliche Gasunfall ist auch Tage danach immer noch das Gesprächsthema in Waren. Die Ursache der Katastrophe steht jetzt fest.

Rote Grablichter und Blumen erinnern an die Opfer des Unglücks im Warener Hafen.
Winfried Wagner Rote Grablichter und Blumen erinnern an die Opfer des Unglücks im Warener Hafen.

Mit einer Schweigeminute gedachten die Stadtvertreter zu Beginn ihrer Sitzung den Toten des Warener Bootsunglücks. Stadtpräsident Renè Drühl sprach den Angehörigen das tiefe Mitgefühl der Stadtvertretung aus und wünschte den beiden schwer verletzten Jugendlichen gute und vollständige Genesung. Beide sind mittlerweile außer Lebensgefahr.

Bei dem Unglück in der Nacht zum vergangenen Sonnabend waren ein 19- und 17-jähriger Jugendlicher an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Das hat die rechtsmedizinische Untersuchung ergeben. Ursache für den tragischen Vorfall vor knapp einer Woche sei eine fehlende Belüftung auf dem Boot gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg am Donnerstag mit. Nachdem die vier Schüler auf dem Kajütboot die Gasheizung eingeschaltet hatten, sei kein Fenster geöffnet worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. So habe sich giftiges Kohlenmonoxid ungehindert ausbreiten können.

Das Bootsunglück hat voraussichtlich keine strafrechtlichen Folgen. "Wir sehen keinen Anlass mehr für strafrechtliche Ermittlungen", so die Staatsanwaltschaft.