"Kripo live":

TV-Sendung soll bei der Suche nach Gerda Wiese helfen

Der Vermisstenfall Gerda Wiese bleibt auch nach sieben Wochen mysteriös. Die Polizei schlägt nun einen neuen Weg ein, um das Verschwinden der Rentnerin aufklären zu können.

Auf der Suche nach der verschwundenen Gerda Wiese durchkämmten Polizisten immer wieder die Wälder bei Priborn. Ohne Erfolg.
Udo Roll Auf der Suche nach der verschwundenen Gerda Wiese durchkämmten Polizisten immer wieder die Wälder bei Priborn. Ohne Erfolg.

Alle Such- und Ermittlungsmaßnahmen nach der 67-Jährigen sind bislang erfolglos geblieben. Die Polizei will nun mit Hilfe der im MDR ausgestrahlten TV-Sendung „Kripo live“ vorankommen. Man stehe in Kontakt mit dem Team der Sendung, teilte Hauptkommissarin Carolin Radloff vom Polizeipräsidium in Neubrandenburg mit. Eine Entscheidung ob und wann ein Beitrag gesendet wird, stehe aber noch aus.

Von der TV-Ausstrahlung erhoffen sich die Ermittler neue Anhaltspunkte. „Wir sind weiterhin auf Hinweise angewiesen und wollen einen möglichst großen Personenkreis ansprechen, auch über die Landesgrenzen hinaus“, sagte Polizeisprecherin Radloff. Das Hauptsendegebiet des MDR liegt eigentlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gibt es etwa eine konkrete Spur in die Region? Die Polizeisprecherin verneint. „Die Sendung ist einfach deutschlandweit bekannt“, erklärt Radloff. Es kämen auch viele Touristen aus dem Gebiet des Senders in die Müritz-Region. „Vielleicht ist einem Urlauber etwas aufgefallen“, sagt die Polizistin.          

Die allein lebende Gerda Wiese war am 5. Dezember zuletzt gesehen und am 6. Dezember von ihren Kindern als vermisst gemeldet worden. Die Frau hatte ihre Kinder zum Sonntagsessen eingeladen, die Zutaten bereitgelegt und war wie gewohnt in der Priboner Heide spazieren gegangen. Davon kehrte sie anscheinend nicht mehr zurück.

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