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Verräterische Last alarmiert Polizei

Das war dann doch zu hell. Der hohe Lichtkegel der Scheinwerfer eines Transportes blendete Streifenpolizisten in Sembzin. Aber was sich dahinter verbarg, das war alles andere als eine lichte Aktion.

Der Wasserschutzpolizei ist ein Metalldieb ins Netz gegangen.
Roland Weihrauch Der Wasserschutzpolizei ist ein Metalldieb ins Netz gegangen.

Die Warener Polizei hat am Montagabend einen mutmaßlichen Metalldieb festgenommen. Dabei ging der 37-Jährige ausgerechnet Wasserschutz-Beamten ins Netz. Diese waren in Sembzin auf Streife, als ihnen ein großer Transporter begegnete.

Die Tatsache allein ruft nun noch keine Dienst beflissenen Beamten auf den Plan. Wohl aber die relativ hohen Lichtkegel der Scheinwerfer des Autos. Die Polizisten kombinierten: Das Auto muss schwer beladen sein. Sehr schwer.

Transporter hatte über eine Tonne geladen

So folgten sie dem Wagen bis auf die Schweriner Straße in Waren. Dort hieß es Zugriff! Wie der Polizeihauptkommissar der Warener Wasserschutzpolizei, Volker Trost, gegenüber Nordkurier auf Anfrage  informierte, hatte der Mann jede Menge Baustahl geladen.

1500 Kilogramm wie sich später auf dem Revier herausstellte. Denn der Mann konnte nicht beweisen, dass die Fracht auch seine ist. "Er verwickelte sich in Widersprüche. Wir haben ihn mitgenommen und den Wagen auch", berichtet Volker Trost.

Ware bis dato ungeklärter Herkunft im Wert von rund 1500 Euro gilt es nun wieder an den Eigentümer zu bringen. Der mutmaßliche Dieb, der inzwischen von der Kripo verhört wird, habe weder einen Kaufbeleg noch andere glaubhafte Angaben zum Stahl machen können. "Er hat vergessen, wo er die Ware her hat", so Trost.

War es erst noch eine Baustelle auf der er den nagelneuen Dieb-Stahl für 50 Euro gekauft haben wollte, sei es später ein Baumarkt gewesen und dann habe ihn das Gedächtnis ganz verlassen.