Ermittlungen eingestellt:

Verursacher von Gasofen-Unfall gestorben

Im vergangenen November starb eine Frau, als beim Auswechseln einer Gasflasche eine Verpuffung entstand. Jetzt ist auch der Ehemann der Malchowerin tot.

Von außen war von der Explosion in der Garage nichts zu sehen.
Simone Pagenkopf Von außen war von der Explosion in der Garage nichts zu sehen.

Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einem tödlichen Gasofen-Unfall Ende 2015 in Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) eingestellt. Grund ist der Tod des mutmaßlichen Verursachers, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte. Der 73-Jährige sei im Mai an den Folgen der schweren Verbrennungen vom November 2015 gestorben. Kurz nach dem Unglück war schon die 74 Jahre alte Ehefrau des Malchowers ihren schweren Verletzungen erlegen.

Der Gas-Unfall hatte sich in einem als Freizeitraum umgebauten Teil einer Garage in der Kleinstadt ereignet. Nach Ermittlungen der Polizei hatte der Mann die leere Gasflasche an einem heißen Gasofen durch eine volle Flasche ersetzen wollen. Dabei wurde die volle Flasche beim Anschließen geöffnet, und es trat schon Gas aus. Durch die Hitze kam es zu einer starken Verpuffung.

Die Polizei hatte zunächst wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. In Malchow sind damit seit April 2015 sechs Menschen bei Unfällen mit Gasanlagen und Booten ums Leben gekommen.

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