Besser nicht trinken:

Viel Nitrat im Grundwasser von Röbel und Waren

Der starke Einsatz von Gülle und Dünger in der Landwirtschaft hat auch in der Region Folgen: Viele private Grundwasserbrunnen haben sehr hohe Nitratwerte. Zu hohe.

Im Labormobil des VSR-Gewässerschutz können private Brunnennutzer ihre Wasserproben analysieren lassen.
VSR-Gewässerschutz Im Labormobil des VSR-Gewässerschutz können private Brunnennutzer ihre Wasserproben analysieren lassen.

Das Grundwasser im Bereich Waren und Röbel ist stellenweise stark mit Nitrat belastet. Das geht aus einer Untersuchung des Vereins VSR-Gewässerschutz hervor, der das Wasser aus 25 privat genutzten Brunnen untersucht hat. In einzelnen Proben wurden Nitratwerte bis zu 160 Milligramm pro Liter gemessen. Etwa in jeder fünften untersuchten Probe habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm je Liter gelegen, teilte der Gewässerschutzverein in einer Pressemitteilung mit. Dieses Wasser sei zum Trinken nicht mehr geeignet.

Grundwasser und Trinkwasser sind allerdings grundsätzlich voneinander zu unterscheiden. Trinkwasser wird aus sehr tiefen Brunnen gewonnen. In Waren wird es etwa aus bis zu 150 Metern gefördert. Die Grundwasser-Messungen werden dagegen verhältnismäßig oberflächlich durchgeführt. Nach Angaben von Experten dringt über Kunstdünger und Gülle Nitrat ins Grundwasser, teilweise steige die Konzentration sogar an. Die Befürchtung: Für die Wasserversorger könnte es in der Zukunft immer aufwendiger werden unbedenkliches Trinkwasser zu liefern mit der Folge, dass die Preise für Leitungswasser steigen.

Das Trinkwasser in der Müritz-Region kann derzeit bedenkenlos getrunken werden. Die Belastung mit Nitrat liegt mit rund 2 Milligramm pro Liter deutlich unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Anders als etwa in Röbel muss das Frischwasser auch nicht mit unbelastetem Wasser verdünnt werden, um die Grenzwerte einzuhalten.   

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung