Malchow Bürgermeister Putzar zieht Lehren:

Vorwurf des Amtsmissbrauchs offiziell vom Tisch

René Putzar hat sein Amt bei der Vergabe von Pachtverträgen nicht missbraucht. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung des Landkreises. Fettnäpfchen dieser Art will er in Zukunft vermeiden.

Hofft auf eine Rückkehr zur Sachpolitik: Malchows Stadtoberhaupt René Putzar.
Florian Ferber Hofft auf eine Rückkehr zur Sachpolitik: Malchows Stadtoberhaupt René Putzar.

Aufatmen im Malchower Rathaus: Die Rechts- und Kommunalaufsicht des Landkreises, die die Anschuldigung eines Amtsmissbrauchs des Bürgermeisters René Putzar (parteilos) überprüft hat, kommt in ihrem Abschlussurteil zu einem klaren Resultat. „Die Thematik ist durch das Rechts- und Kommunalaufsichtsamt umfassend geprüft worden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass das Handeln des Bürgermeisters nicht zu beanstanden ist. Ein rechtsaufsichtliches Handeln war von daher nicht erforderlich“, heißt es in einer Erklärung von Annett Thurm aus der Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Zur Erinnerung: Die Anschuldigungen waren im Internet im Rahmen der Vergabe von  Pachtverträgen für städtische Grundstücke aufgekommen, von denen eines in unmittelbarer Nähe zum Eigenheim des Bürgermeisters liegt und von dessen Ehefrau gepachtet wurde. Um sein eigenes Verhalten in dieser Sache kontrollieren zu lassen, hatte Putzar selbst zeitnah die Initiative ergriffen und die Überprüfung durch Kai Seiferth, Leiter des Rechts- und Kommunalaufsichtsamtes, veranlasst. „Gegenstand der Prüfung war die Frage, ob der Bürgermeister im Zuge der Verpachtung von Grundstücken durch die Stadt Malchow die für ihn geltenden Vorschriften der Kommunalverfassung MV beachtet hat“, so Annett Thurm weiter.

Dass der Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen ihn offiziell aus der Welt kommt, war für René Putzar nur eine Frage der Zeit. „Ich habe getreu den Buchstaben des Gesetzes gearbeitet und war mir sicher, dass ich nichts verkehrt gemacht habe. Nun haben wir die objektive Bestätigung.“ Trotzdem werde er seine Lehren aus der Angelegenheit ziehen - und den gut gemeinten Rat der Kommunalaufsicht verinnerlichen, Fettnäpfchen dieser Art künftig zu vermeiden.

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