Umweltfrevel im Wald:

„Waldschweine“ laden sogar Sofas ab

Die Umweltfrevler werden immer dreister. Die Forst wird zur Müllkippe. Holz-Klau hält sich dagegen in Grenzen.

Illegal entsorgter Sperrmüll findet sich auch im Wald.
Nestor Bachmann Illegal entsorgter Sperrmüll findet sich auch im Wald.

Die Engergiekosten steigen, die Leute greifen wieder auf Holz zurück. Auch der fossile Brennstoff wird deshalb teurer - und beliebter. Steigen mit den Kosten auch mehr Holz-Diebe in den Wald?

Im Forstamt Nossentiner Hütte jedenfalls ist das zumindest noch kein Problem, wie Forstamtsleiter Thomas Kelterborn sagt. „Dass ab und zu einer mal das fertige Holz von Nachbar Meier ,nebenbei‘ mit auflädt, komme schon mal vor.“ Ab das schlage kaum ins Gewicht. Auch Weihnachtsbaum-Diebe seien kein Thema.

Ein wesentlich größeres Problem bereitet nicht das unerlaubte Nehmen aus dem Wald, sondern das Hinzutun: Nämlich von Müll, und zwar allmählich in Größenordnungen. „Von entsorgten Haushaltsdingen bis zum Sperrmüll ist alles dabei“, ärgert sich Kelterborn immer wieder. „Eigentlich sind das alles Sachen, die man bequem und kostenlos vor der Haustür entsorgen kann, und das müssten die Leute auch wissen.“ Warum sie sich trotzdem die „Mühe“ machen, kann sich der Förster auch nicht erklären. „Vielleicht ist es der Nervenkitzel“, vermutet er.

Ganz schlimm muss es im Bereich Jabel sein, berichtet Revierförster Fred Zentner. „Da liegen Glasbehälter, Plastik und Hausmüll im Wald herum. Sogar Couchen werden abgeladen“, empört er sich. Dabei lassen sich der Sperrmüll kostenlos, Hausmüll gegen nur geringes monatliches Entgelt  bequem entsorgen. Teuer wird es allerdings für den, der „hoffentlich erwischt“ wird. „Der bekommt dann eine schöne Rechnung serviert“, verspricht Zentner. Die „Waldschweine“ dingfest zu machen sei aber nicht so einfach. Manchmal versuchen die Waldhüter, den Umweltfrevler anhand von im Müll hinterlassenen Anschriften ausfindig zu machen. Bislang leider erfolglos . Das „ganze Zeug zusammen suchen“ müssen die Forstleute dann, und der Landkreis muss tief in die Tasche greifen für die Abfuhr.

 

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