Mehr Liegeplätze:

Einweihung des 10-Millionen-Euro-Hafens in Waren

Mit einem feierlichen Akt ist am Freitag der stark ausgebaute Stadthafen in Waren eröffnet worden. Für fast zehn Millionen Euro wurden die Molen neu gebaut, der Südteil befestigt und die Zahl der Liegeplätze auf 250 vergrößert.

"Historisch": Bürgermeister Möller, Wirtschaftsminister Glawe und Stadtpräsident Drühl (von links).
Andreas Becker "Historisch": Bürgermeister Möller, Wirtschaftsminister Glawe und Stadtpräsident Drühl (von links).

Bürgermeister Norbert Möller (SPD) und Stadtpräsident René Drühl (CDU) nahmen gleich mehrmals den Begriff "historisch" in den Mund. Es sei ein Bauwerk, dass die Entwicklung Warens die "nächsten 60 bis 80 Jahre prägen wird". 

Am Ende nahm Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Befürworter und Kritiker symbolisch an die Hand - "jetzt nach Fertigstellung eines der größten Investitionen in der Geschichte Warens können alle ob des Ergebnisses zufrieden sein und feiern". Der Um- und Erweiterungsbau des Hafens habe eine enorme mediale Aufmerksamkeit erzeugt, nicht zuletzt durch die "deutlich gestiegenen Kosten", betonte der christdemokratische Minister. Stand jetzt hat die Investition fast zehn Millionen Euro verschlungen - verursacht durch die schwierige Gründung der beiden Molenbauwerke.

Im Zusammenhang mit den Kosten erinnerte Bürgermeister Möller an die Anfänge des Großprojektes - die liegen mittlerweile acht Jahre zurück. Seinerzeit habe die Stadtvertretung ein grundlegendes Hafenkonzept auf den Weg gebracht. Ein Konzept, das im Jahr 2008 noch lange nicht so ausgefeilt war und damit auch lange nicht so teuer war. Bei den ersten Planungen gingen die Verantwortlichen von einem Kostenrahmen in Höhe von 4,3 Millionen Euro aus.

Das Land aber habe die Bedeutung der Investition für die Stadt Waren gesehen und eine 80-prozentige Förderung gewährleistet. "Nur dadurch war es möglich, das Projekt so umzusetzen, wie es sich jetzt präsentiert", machte Möller deutlich. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein - "nachhaltig wird der ganze Hafenausbau erst, wenn wir auch den Bereich der Steinmole neu gestalten". Dazu werde es im Herbst in den politischen Gremien weitere Entscheidungen geben. Fakt ist derzeit: Auch der Umbau der Steinmole wird Millionen kosten.

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