Erstes Konzept vorgestellt:

Waren plant fünfstöckiges Parkhaus für 3,5 Millionen Euro

Klotzen statt kleckern – um die unbefriedigende Parkplatzsituation in der Warener Innenstadt dauerhaft zu verbessern, treibt die Stadt jetzt ein Großvorhaben voran.

Ab ins Parkhaus und zahlen am Kassenautomat: Dies könnte in absehbarer Zeit auch in Waren für Autofahrer gelten.
Stefan Sauer Ab ins Parkhaus und zahlen am Kassenautomat: Dies könnte in absehbarer Zeit auch in Waren für Autofahrer gelten.

Vor zwei Jahren war es schon einmal in der Diskussion, dann verschwand es vermeintlich in den Schubläden des Rathauses, jetzt aber gibt es erste konkrete Überlegungen: Ein Parkhaus soll innenstadtnah gebaut werden. Im Stadtentwicklungsausschuss wurden jetzt erste Pläne vorgestellt. Ausgehend von 300 Parkplätzen würde der Bau rund 3,5 Millionen Euro kosten. Errichtet werden soll das fünfstöckige Parkhaus an der Mecklenburger Straße – am östlichen Rand der Altstadt. Von dort könnte man in wenigen Schritten den Hafen erreichen.

Und genau dort soll die Aufenthaltsqualität für Besucher, Gäste, Touristen und Einheimische deutlich verbessert werden. In dem die bisherigen Stellflächen entlang der Müritzstraße gegebenenfalls zur autofreien Zone umgewidmet – und somit als Flanier- und Einkaufsbereich attraktiver werden könnten. Nicht zu vergessen: Durch die geplanten Investitionen Maremüritz und Aqua Regia Park an Feisneck und auf dem Nesselberg dürfte nach Einschätzung der Verantwortlichen weiterer „ruhender Verkehr generiert“ werden. Anders ausgedrückt: Es müssen mehr Parkplätze her.

Verkehrssituation schreckt Kunden ab

Das würde zweifellos auch der Einzelhandel in der Innenstadt begrüßen. Als die Diskussion um ein Parkhaus bereits im August 2014 hoch kochte, war beispielsweise Claudia Bergmann, Chefin des Warener Innenstadtvereins, gleich Feuer und Flamme: „Als Warener traut man sich im Sommer ja kaum noch mit dem Auto in die Innenstadt." Die Verkehrssituation in der Altstadt würde manchen Kunden abschrecken, so der Tenor.

Um die Investitionssumme und die Unterhaltungskosten für das Parkhaus zu refinanzieren, müssten pro Jahr rund 200 000 Euro an Einnahmen generiert werden, heißt es im Planungskonzept. Durch den Rückbau der Parkplätze am Hafen sei diese Einnahme realistisch – der Bau des Parkhauses eine rentable Investition.