Gutachten:

Warener Hafen: Derzeit keine Nachweise für Arsen-Belastung

Drei Tage nach Bekanntgabe der Stadt Waren, dass im südlichen Hafenbereich kontaminierter Boden für 30 000 Euro entsorgt werden musste, hat die Verwaltung am Freitag einen ersten Prüfbericht zu dem entsorgten Material vorgelegt.

Demnach wurden zwischen Uferkante und Appartmenthochhaus unter anderem Benzopyren und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. PAK gelten laut Umweltbundesamt als eine für „Mensch und Umweltorganismen besorgniserregende Stoffgruppe“. Viele PAK hätten krebserregende und erbgutverändernde Eigenschaften. Benzopyren gilt ebenfalls als giftig und umweltgefährdend.

Beide Substanzen sind laut aktuellem Statusbericht zum Hafenausbau als „Z 2 Aushubboden“ eingestuft worden. Die Z-2-Klassifizierung gilt auch für Schwermetalle wie Arsen, Blei oder Quecksilber, wenn Grenzwerte überschritten werden. Ralf Schütze hatte als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagabend spontan von Arsen und Blei gesprochen, als Dirk Lindemann vom städtischen Bauamt den kontaminierten Boden als „Sammelsurium von Schwermetallen“ bezeichnet hatte. Arsen ist aber laut aktuellem Prüfbericht nicht nachgewiesen worden. Die Untersuchung der Analysen Service GmbH ergab, dass keine Arsen-Belastung des Bodens im Warener Hafen vorliegt (Einstufung Z 0). Die Untersuchungen hierzu sind allerdings noch nicht abgeschlossen, wie Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) mitteilte.

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