Kosten steigen:

Warener Hafenbau verteuert sich auf fast 10 Millionen Euro

Die Kosten für den Umbau des Warener Stadthafens holen Bürgermeister Norbert Möller (SPD) immer wieder ein. Hatte er Mitte Februar noch betont, dass keine "weiteren Risiken bei der Kostenplanung" zu erwarten seien, muss er am Mittwoch eine neue Hiobsbotschaft verkünden.

Neues Molenbauwerk: Vor allem die komplexen Gründungsarbeiten auf dem glitschigen Müritzgrund haben die Kosten für das Millionenprojekt in die Höhe getrieben.
Andreas Becker Neues Molenbauwerk: Vor allem die komplexen Gründungsarbeiten auf dem glitschigen Müritzgrund haben die Kosten für das Millionenprojekt in die Höhe getrieben.

Laut aktuellem Statusbericht aus dem Amt für Bau, Umwelt und Wirtschaftsförderung hat das mit dem Umbau beauftragte Baukonsortium „weitere Nachtragsleistungen in Höhe von 173.555,55 Euro“ beantragt. Damit liegt die aktuelle Investitionssumme bei fast 9,6 Millionen Euro und bewegt sich weiter auf die 10-Millionen-Euro-Schallmauer zu.

Bei den ersten Planungen zum Umbau des Hafens waren die Verantwortlichen von Kosten in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro ausgegangen. Vor allem die Gründungsarbeiten zur Verankerung der neuen Molen auf dem glitschigen Müritzgrund waren als Hauptgrund für die Kostensteigerungen angeführt worden.  Trotz der zusätzlichen Kosten und Leistungen sowie der witterungsbedingten Winterpause – laut Statusbericht liegen die Arbeiten im Zeitplan. Die Fertigstellung der Nordmole und des nördlichen Hafenareals ist für den 19. Mai geplant.

Umbau soll bis Herbst dauern

Im südlichen Hafenbereich werden derzeit Versorgungsleitungen installiert und die Errichtung der Tankstelle vorbereitet. Gerade letztgenannte Arbeiten müssen gut mit dem Bau der sechsstöckigen Hafenresidenz koordiniert werden – der in diesem Bereich zur Verfügung stehende Platz ist eng bemessen. Endgültig und komplett soll der Umbau dann im Herbst abgeschlossen sein.

Neben dem Hafenprojekt beschäftigen sich Warens Kommunalpolitiker am Mittwoch in öffentlicher Sitzung (Friedrich-Dethloff-Schule, Multimediaraum, 18 Uhr) auch mit der Westspange sowie der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Neubau einer Schwimmhalle.