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Warener Unterwelt bleibt noch im Dunklen

Tunnel ja oder nein? Die Antwort darauf ist noch offen. Doch für die Warener bleibt eine mögliche Unterführung ein Aufreger. Minimal ruhiger könnte es werden. Aber ist das die Lösung und vor allem eine Million Euro wert?

Tunnel oder Ampel? Das ist die nächste Millionenfrage in Waren.
Carina Göls Tunnel oder Ampel? Das ist die nächste Millionenfrage in Waren.

Kein Licht am Ende des Tunnels. Stimmt sogar, was die Fußgängerunterführung betrifft, die unter der Röbeler Chaussee Höhe Volksbad entstehen könnte. Denn noch gibt es - das bestätigte die Stadtverwaltung auf Anfrage - weder ein Projekt noch einen einsatzfähigen Plan. Nachdem die Stadtvertreter sich vor Kurzem dafür entschieden hatten, 20 000 Euro in den Nachtragshaushalt festzuschreiben, um die ersten Planungen bezahlen zu können, müsste es nun auch einen Auftrag an einen Projektierungsbüro geben. Doch dazu ist es laut Verwaltung noch nicht gekommen.

Der Grund blieb offen. Ebenso wie das Ergebnis einer Zählung, die die Stadt nach erster Berichterstattung des Nordkurier zum möglichen Tunnelbau veranlasst hat. Aus der Verwaltung heißt es dazu: „So fand zum einen eine manuelle Zählung der Fußgänger und Radfahrer zum Überqueren der Volksbadkreuzung und zum anderen eine elektrische Zählung des durchlaufenden Verkehrs statt.“ Die Antwort auf die Frage, mit welchem Ergebnis dort wie lange von wem gezählt wurde, blieb die Stadt allerdings schuldig. Der Bau eines Tunnels ist noch vor einem weiteren Hintergrund umstritten. Die Fläche zum Volksbad, die man dann unterbuddeln würde, ist ein sogenanntes Trockenrasen-Biotop, in dem seltene Pflanzen und Tiere leben. Da wollen auch Naturschützer ein Wörtchen mitreden.