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Warener warten noch vergebens auf die Grüße

VonThomas BeigangVon der Müritz in die Fremde und „Fremde“ an der Müritz. Im neuen Thema der Woche stellen wir Menschen vor, die ausgewandert sind und ...

VonThomas Beigang

Von der Müritz in die Fremde und „Fremde“ an der Müritz. Im neuen Thema der Woche stellen wir Menschen vor, die ausgewandert sind und solche, die hier angekommen sind.

Waren.In den Ratsstuben der Warener Stadtverwaltung sind die Verantwortlichen für die Organisation der 750-Jahr-Feier der Stadt noch etwas traurig. Auf die gute Idee, die im Rathaus geboren wurde, dass sich doch bitte ehemalige Warener, die ihre Brötchen jetzt in der Fremde verdienen, mit einem Gruß an „ihre“ Stadt wenden sollen, hat bislang noch niemand reagiert.
„Vielleicht kommt ja noch etwas“, hofft die Vorbereitungschefin Christine Bülow. Die Frau aus dem Rathaus, bei der alle Jubiläums-Strippen zusammenlaufen, appelliert noch einmal an ihre Landsleute: „Wenn Sie jemanden aus Waren kennen, den der Lauf der Zeit woanders hin verschlagen hat und der noch gute Kontakte in die alte Heimat hat, bitten Sie ihn doch um einen Jubiläumsgruß.“ Was die dann schreiben, ist Christine Bülow fast egal: „Einen Gruß nach Waren oder einen Wunsch nach gutem Verlauf der Festwoche Anfang Juli oder einfach nur das Bedauern darüber, bei diesem Höhepunkt nicht dabei sein zu können – wir freuen uns über alles, was uns aus anderen Bundesländern oder dem Ausland erreicht.“
Zum Weitersagen reicht die Organisationschefin gleich noch einmal die richtigen Adressen nach: „Per Post an das Organisationsbüro der 750-Jahr-Feier, Stadtverwaltung in 17192 Waren, Zum Amtsbrink 1. Oder per elektronischer Post an die E-mail-Adresse 750-jahrfeier@warenmueritz.de“.
Ganz klar, dass die Grüße aus der Fremde in die Heimat auch an der richtigen Stelle veröffentlicht werden, so dass die von vielen gelesen werden können. An Absendern dürfte es nicht fehlen, so die Organisationschefin. „Besonders nach der Wende haben doch viele Warener ihre Heimat verlassen müssen auf der Suche nach neuer Arbeit. Und die allermeisten haben doch sicherlich noch Verwandte oder Freunde in der Stadt, die denen unseren Wunsch ausrichten können.“

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